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SL: ein wenig vielleicht, aber schon viel besser. ^^
Die Wachen sehen einen Moment ziemlich verblüfft drein, scheinen aber von den langen Titeln sehr beeidruckt zu sein.
"Äh, nun gut, dann begleite ich euch eben zum Karô."
Er verbeugt sich kurz, wirft noch einmal seinem Kollegen einen unsicheren Blick zu, der selbst nur die Schultern zuckt und führt Kayoto zum Stadthalter.
Dieser kneift nur entnervt die Augenbrauen zusammen, als der Yojimbo seine Nachricht überbringt und meint nur, dass es schon in Ordnung sei und die Abreise der Familie ja sowieso schon geplant war.
Ängstlich sieht der Wachmann drein, der sich von Kayoto so hat einschüchtern lassen und begleitet ihn mit purpurrotem Kopf wieder zum Ausgang. Kayoto hetzt zurück um seine Sachen zu packen.
Schnell gibt er Chiang-Tsu die Anweisungen. Der Alte beginnt röchelnd die Sachen zu verpacken, während sein Herr, das nötigste greift und hinaus zum Stall rennt, wo das geliehene Pferd warten sollte, das der Karô ihm bereitgestellt hatte, für die Jagd.
Er möchte gerade den Stall betreten als eine gut eingewickelte Gestalt herausprescht und ihn fast niederreitet. Fluchend weicht er aus und landet auf dem Boden neben einem Haufen Pferdemist.
Die Stallburschen versuchen krampfhaft nicht zu lachen und eine weitere Person tritt heraus um ihm die Hand zu reichen. Das schwache Sonnenlicht blendet kurz die Sicht und als er endlich oben ist, erkennt er Njans Bruder Khan.
"Vorsicht Ronin Ganko! Ihr hättet das Pferd verletzten können, so wie ihr gerüstet seid." grinst er.
Kayoto unterdrückt nun selbst ein wütendes Schnauben und verbeugt sich stattdessen artig vor dem älteren Shugenja.
"Verzeiht, Herr. Es war nicht meine Absicht. Euer Bruder ist eben in höchster Eile um eure Schwester zu begleiten. Ich bereite derweil alles vor."
"Oh, dann reitet er mit ihr. Gut für ihn. Soll er dieser undankbaren Otaku-Kuh nur helfen. Die beiden passen sowieso besser zusammen." Er deutet verächtlich in die Richtung in die der Reiter gerade verschwunden ist.
"So kann Yu-Pan zumindest ihm nicht böse sein. Ich habe ihr versprochen, dass ich nachkomme, sobald meine Geschäfte hier erledigt sind. Spätestens morgen Abend, reite ich den anderen nach, sagt das meinem Bruder, seid so gut, ja?"
Er tätschelt freundschaftlich die Schulter des Ronin und wandert dann ganz entspannt ins Schloß hinein. Kayoto hat keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, er befielt den Stalljungen stattdessen die Pferde bereit zu machen und geht Daisuke zur Hand.
Endlich kommt auch Njan an. Sein Pferd prescht wütend in den hof und bäumt sich auf, als er seinen Diener und seinen Yojimbo erblickt - dazu einen alten Mann der große Körbe schnaufend auf dem Rücken trägt - steigt er ab. Noch etwa eine halbe Stunde. Gut, man muss ja nicht mehr hetzen als ohnehin schon.
Sein gesicht ist eine grimmige Maske aus Wut und Frustration. Ganko kommt ihm zuerst entgegen.
"Mein Herr, alles ist bereit für die Abreise, aber..."
"Was denn jetzt?"
Ganko räuspert sich und berichtet das Yu-Pan bereits ohne sie geritten ist und das Khan hier bleibt.
Njan hält es kaum mehr aus und stößt einen wütenden Schrei in die Luft.
Dann, als ob das nicht genug wäre, kommt auch noch eine in dicken Gewändern eingepackte Dienerin an und überreicht Njan einen Brief.
Die Kälte hat sich in seine Finger gefressen und darum fällt es ihm schwer, das glatte Papier überhaupt in Form zu bringen. Hitzige Atemschwaden steigen aus seinem Mund. Es wird schlimmer und schlimmer.
Sein Herz kann einfach nicht mehr. So viel böses! So viel was nicht passieren dürfte! Warum das alles? Warum? Hat er nicht schon genug gelitten?
Doch das Schicksal ist wohl der Meinung das dem nicht so ist. Mit Mühe unterdrückt er die Jammertränen und das Schluchzen, als er Aikikos Worte liest:
"Mein innigster Geliebter,
wie sehr hat es mir das Herz zerbrochen zu erfahren, dass unser Plan nicht aufgegangen ist.
Die Herrin Sakura hatte den Verrat gewittert und heimlich euren Bruder konsultiert, der daraufhin mehr Geld bot.
Jetzt soll ich schon morgen Nacht die Seine werden und ihr werdet mich einfach vergessen und mit Schimpf und Schande zurück lassen, ich weiß ich hätte es verdient.
Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als dass ich mich euch hätte hingeben dürfen, doch nun wird diese Sache ewig zwischen uns stehn.
Ich war eurer wohl nicht würdig und ich verstehe es natürlich, wenn ihr mich nie wieder sehen wollt. Für mich, gibt es nur einen Ausweg, um meine Liebe zu euch so rein zu bewahren wie ich nur kann.
Ich liebe euch Njan-chan. Mögt ihr ein besseres Leben führen ohne mich.
Bitte verbrennt diesen Brief, sobald ihr ihn gelesen habt. Er soll euch nicht noch mehr Unglück bringen, als ich arme Seele euch ohnehin schon gebracht habe.
Ewig die eure,
Aikiko."