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Elias


Methusalem
Methusalem
Ich starre ihn wütend an: „Was wollt ihr eigentlich, hm? Ihr stellt mich auf eine Stufe mit eurem Verhalten? Ich habe nicht mit jeder Frau des Hofes geschlafen und bin nicht besoffen durch die Straßen getorkelt. Ich schlief nicht mit Kiku, wir haben kaum mehr als miteinander geredet – nichts was man auch nur annähernd als Rumhurerei bezeichnen könnte. Habt ihr euch einmal überlegt, was ihr mit eurem Verhalten anrichtet, Khan-sama – wenn euch denn diese Anrede beliebt? Eure zukünftige Ehefrau sitzt dort hinten und weint und dies nicht zum ersten Mal. Ihr habt sie, mit eurem ungebührlichen Gebaren, zum Gespött des Hofes gemacht – Habt dies gegenüber mir nicht einmal geleugnet, sondern mit Stolz vor all euren Freunden bestätigt, bevor ihr mich in aller Öffentlichkeit beleidigt habt. Ich war der einzige, der dafür gesorgt, hat, dass sie nicht gänzlich verlassen und einsam hier am Hofe weilt!
Was tat ich, was man mir vorwerfen könnte? Ich bin mir keiner Schuld bewusst, für die ich nicht gebüßt habe oder eingestanden bin. Was ist es, was mir Vater nicht gesagt hat und womit ihr eure Rede so kryptisch aufladet?

Überhaupt - Ihr sagt, ihr liebt sie? Ihr habt doch nicht die entfernteste Vorstellung davon, was Liebe überhaupt ist – Zumindest habe ich diesen Eindruck. Ich habe Aikiko gesagt, dass ich ihrer nicht wert bin, habe sie versucht zu überzeugen und trotz alledem, ist sie zu Tode betrübt ob der Tatsache, dass ihr meinen Plan verhindert habt. Ich tue das für das Mädchen, ich tue das, um ihr eine Möglichkeit zu geben, ein eigenes Leben zu beginnen. Ist dies so schwer zu verstehen? Ist es so schwer zu glauben? Antwortet mir, Khan-sama, vielleicht bin ich dann in der Lage euch endlich einmal zu verstehen.“ Ich trete einen Schritt zurück und blicke ihm in die Augen.


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Hinter strahlender Fassade
Findet man nur faules Holz
Deine blendende Visage
Lächelt trotzdem voller Stolz
Dein so edles Spenderherz
Will niemals erweichen
Deine Mauern trägt ein Keller
Und der ist voller Leichen!
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Duncan


Justikar
Justikar
Khan tritt so gleich einen Schritt hinterher.
"Nur weil du nicht erfolgreich rumhurst, heißt es nicht, dass du es nicht tust! Ich verberge dies nicht und das verstehen die Frauen! Ich bin nunmal was ich bin und mit diesem Selbstbewusstsein kommen sie auch zurecht.
Du Liebäugelst mit Kiku und turtelst hinter meinem Rücken mit meiner Zukünftigen - die ich nicht will! - und willst mir ehrlich weis machen, dass du edlen Geistes wärest? Dir stinkt es doch dass du nicht der Hengst am Hof bist! Dir stinkt es, dass deine Fähigkeiten nicht so groß sind, wie du dachtest!
Was hast du in letzter Zeit erreicht AUSSER dem Donnerrennen? Den Oni im Dorf hat Yu-Pan geköpft! Im Norden fürtest du unsere Leute in den Tod! Wie viele mussten sinnlos sterben, weil du dich unter einem trockenem Dach verkriechen musstest? Wie knapp sind wir dann dem Tode entgangen im Drachenhort? Hätte ich nicht rechtzeitig eingegriffen, hätten die Bauern mehr verloren, als nur die Pferde und ihre Männer! Und die Jagd mit dem erlegten Bären mit dem du dich rühmst: Dein Yojimbo hat ihn für dich getötet, nicht wahr?

Du hast nichts erreicht! Hast die Frau die du wolltest in meine Arme getrieben, nur damit Sie mich dann auch verlässt und verhöhnt! Du wirfst mir die schlechte Behandlung meiner Zukünftigen vor, an der ich kein Interesse habe, weil sie ist wie sie ist! Und spiel mir bloß nicht den Scheinheiligen! Ich weiß wie du über deine eigene Zukünftige redetest und dachtest. Dass du dich deinem Schicksal fügst ist deine Sache. Aber ich bin zu größerem bestimmt! Dieser Krieg wird uns viele Türen öffnen und das Angesicht Rokugans für immer verändern. Ich werde Teil dieser Veränderung sein und du wirst es erst sein, wenn du endlich beweist dass du würdig bist.
Wenn Vater nicht mit dir darüber geredet hat, dann hält er dich auch nicht für bereit.
Und für Liebe, bist du es auch nicht! Hast du überhaupt schon einmal mit einer Frau geschlafen? Scheinbar nicht, denn dein Umgang mit ihnen ist mehr als stümperhaft. Warum sonst sollte Kiku zu mir gekommen sein? Ich kenne die Liebe sehr wohl und weiß was ich dafür opfern muss.
Du willst Aikiko ein neues Leben ermöglichen? Womit denn? Indem du ihren Körper kaufst und beschmutzt? Indem du sie daran hinderst wahrhaftig zu Wohlstand zu kommen und durch meine Hilfe irgendwann ihr eigenes Teehaus zu haben, auf dass Sie nicht mehr auf Lady Sakura oder irgendwen sonst angewiesen ist? Das suchtest du durch deinen Egoismus und deine Verblendung zu verhindern, damit Sie an dich gebunden bleibt, ewig deine kleine Gespielin, nichts weiter als eine einfach kleine Hure die du dir zu deinem Vergnügen nimmst wann es dir passt. Gerade selbst hast du zugegeben, dass es dein Plan war! Gerade eben hast du dein wahres Gesicht gezeigt. Nein, du wirst Sie mir nicht nehmen!

Die Kami sind auf meiner Seite. Wenn du an deinen geschmacklosen Absichten festhalten willst, dann wirst du mit mir um sie kämpfen müssen - und verlieren. Rette was noch zu retten ist und geh mir aus den Augen!"

Spoiler:
SL: Nicht vergessen, das Donnerrennen hast du vergessen! ^^


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"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

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Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
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Elias


Methusalem
Methusalem
Ich muss erst einmal tief Luftholen, ob der Unglaublichkeit seiner Beleidigungen, alle Contenance, die ich mit Mühe zu halten versucht habe, fällt von mir ab. Ich mache einen abrupten Schritt vorwärts, sodass er taumeln muss, um nicht mit mir zusammenzustoßen. Während ich rede gestikuliere ich wild und provozierend in seine Richtung.

„Ja Khan, du bist ein grandioser Kerl! Das weiß hier mittlerweile jeder hier! Warum habe ich, dann nur noch nie ein Wort von deinen Heldentaten gehört? Soweit, kann’s ja damit also nicht her sein. Und du bildest dir ein, der große Hengst zu sein? Wann hast du das geträumt?

Die folgenden Worte schmücke ich besonders aus: „Hast du die Menschen etwa je auf der Straße vom großen Khan sprechen hören? Irgendwo? Nein! – Welch eine Überraschung. Ich habe nichts erreicht? Ich hörte hier auf den Straßen wesentlich öfter meinen Namen, als den deinen. Ich habe eine jede Mission mit Erfolg abgeschlossen – Wenn auch keinesfalls perfekt, das gebe ich zu, habe ich immer zugegeben, doch mit Erfolg. Mir ist bewusst, dass ein großer Wandel bevorsteht – Wenn du dich erinnerst, hat‘s mir ein Naga selbst gesagt, bevor es den meisten überhaupt in den Sinn kam, daran zu denken.

Ich habe keine Ahnung, was du mit dem Donnerrennen meinst, doch ich habe in diesem Dorf eine Unzahl Kreaturen erschlagen und habe einen unschuldigen Jungen gerettet, dass ich das Biest nur verwundet habe – sei’s drum. Yu-Pan gebührt der Streich. Sie ist ein gutes Mädchen! SIE ist eine Ehre für uns!
Fein…und im Dorf, in das du unter mir rittest – Ist dir denn etwas Besseres eingefallen? Das Maul aufgetan hast du ja erst, als es zu spät war und dann nur um mich im Nachhinein zu korrigieren – Das ist etwas das du vortrefflich beherrschst! Wie du dich vielleicht erinnern kannst, waren die Männer schon krank, bevor wir das Dorf betraten und sie wären in der Nässe und Kälte gestorben. Allesamt! Und verkrochen hab ich mich sicherlich nicht! Ich war dort draußen und habe herausgefunden, wie wir diese Seuche zumindest an diesem Ort eindämmen konnten.
Und was, was bei den Ahnen, konnte ich dafür, dass wir im Drachenhort gegen eine Übermacht kämpfen mussten, die uns um gut das Dreifache an Kampfstärke überlegen war? Haben die Frauen, die Kinder, die Alten nicht überlebt? Ja wahrlich dein Beitrag war beachtlich, ich muss mir das mit dem Steinewerfen merken, großer Shugenja! Die Ronin wurden ja schnell hinweggemetzelt – Dürfte dich ja nicht stören, so verächtlich wie du auf sie herabsiehst. Über den Bären hab ich’s nicht nötig mit dir zu reden, da glaube was du willst.“

Ich blicke ihn verächtlich an: „Auch ob ich mit einer Frau schlief oder nicht, geht dich weder etwas an, noch hat es etwas damit zu tun, ob ich wüsste was Liebe ist. Nur mit einer Dame zu schlafen - Das ist ein sehr mageres Verständnis, Khan! Aber sei dir gewiss, ich habe deine Braut weder angerührt, noch sonst irgendwas – Ich habe ihr Gesellschaft und mit ihr geredet. Selbst, wenn dir diese Art von Beziehung zu Frauen fremd sein dürfte. Und Kiku? Kiku hats nur mit dir getrieben, weil sie unter dem Einfluss dieser verfluchten Maske steht. “

Bei den nächsten Worten trete ich nochmals auf ihn zu. Meine Augen sprühen vor Wut und die Worte rollen mir wie Steine über die Zunge:
„Wie kannst du es überhaupt wagen, so von mir und Aikiko zu sprechen? Wie kannst du meine Worte so verderben. Wir lieben uns, lieben uns, seit wir uns vor Jahren, das erste Mals sahen und nun? Nun kommst du daher und willst sie als Besitz, als weitere Trophäe? Ich will, dass es ihr gut ergeht, etwas anderes wollte ich nie! Ich würde auf ihren Körper gerne verzichten, wenn ich nur wüsste, dass es ihr ewig gut gehen würde, dass sie reich und glücklich wäre! Doch glücklich wird sie niemals werden, an deiner Seite Khan. Das hat sie mir gesagt – Auch wenn’s dich nicht schert! Sie würde lieber den Freitod wählen um ihre Ehre, ihre Liebe nicht zu beflecken, selbst wenn ich’s nicht verdient hab. Und die Kami mögen wissen, ich versuchte sich vom Gegenteil zu überzeigen. Wenn ich denn mit dir um ihr Leben kämpfen soll, soll‘s so sein! Wenn du derart blind und taub bist… Ich will’s nicht, aber ich will auch nicht, dass diese Frau wegen mir stirbt – Nicht ohne alles dagegen zu tun, was in meiner Mach steht. Dein Bruder bin ich ohnehin nicht mehr – Und du bist nicht mehr der meine!“ Jetzt…jetzt habe ich‘s also gesagt…?



Zuletzt von Elias am Do 02 Feb 2012, 00:11 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet


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Duncan


Justikar
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Khan hält den Attacken seines jüngeren Bruders stand und entgegnet nicht minder kalt und voll Abscheu:

"Du elender Lügner! Versuchst mich mit deinen Worten zu vergiften. Geh mir aus den Augen, bevor ich deinen Kopf nehme für deine Anmaßungen!"

Seine Hand fährt zu seinem Katana, lässt es einen Fingerbreit heraus schnappen...


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"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

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Methusalem
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Spoiler:
Hoffentlich erlaubst du mir, zu versuchen, dass nicht in einem Kampf ausarten zu lassen.


Mein Gesicht ist hasserfüllt und doch sieht man deutlich meine Verzweiflung. Auch meine Hand schließt sich um den Schwergriff und auch meine Klinge gleitet ein kleines Stück hervor: „Ich lüge? WARUM sollte ich hier lügen. Verflucht, was für einen Nutzen hätte ich davon? Mir geht es hier darum das Leben eine unschuldigen Frau zu retten. Ich dachte immer, ich sei der eifersüchtige, doch nun wird mir klar, dass du es viel mehr bist. Was willst du also Khan? Soll nun tatsächlich auch noch Blut fließen? Und wenn du’s schaffst dir meinen Kopf zu nehmen? Was tust du dann? Dann ist alles für dich gelaufen – Dann ist alles vorbei, Khan. Ist es das, was du willst? Wird dir mein Blut Befriedigung verschaffen? Fühlst du dich dann besser?“


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Justikar
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Er knirrscht mit dem Kiefer, bevor er antwortet:
"Und wieder hast du nicht ganz recht. In einem Duell um die Ehre, entscheidet der Sieg wer recht hat. Sicherlich wäre Vater enttäuscht, dass es so weit kommen musste, aber zumindest müsste er meinen Ausführungen glauben. Und Zeugen sind genug in der Nähe um den ehrenhaften Kampf zu bestätigen. Wenn du es jedoch lieber still und leise haben möchtest, so lässt sich das einrichten. Ein illegales Duell. Ich und du. Der Einsatz ist Aikiko und der überlebende wird recht behalten. Jeder hat einen Sekundanten. Trittst du gegen mich an, oder ziehst du feige den Schwanz ein?"


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Methusalem
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Ich schüttle den Kopf. Was soll das alles? Wo bin ich hier hinein geraten? Doch nun gibt es kein Zurück mehr. Ich antworte zwischen zusammengebissenen Zähnen: „Ich sage wir kämpfen hier und ich sage, wir kämpfen bis zum dritten Blut. Wenn einer von uns stirbt…wird er sterben. Ich muss nicht warten und wenn wir dies schon tun, dann zumindest…zumindest nicht versteckt wie balgende Katzen.“


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Justikar
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"Wenn wir hier kämpfen, dann brauchen wir einen Sekundanten und dann wird der Hof davon Wind bekommen und der Karô wird uns das Duell verbieten, bis wir Erlaubnis unseres Daimyos haben. Das ist keine Option. Entweder wir kämpfen gleich und die Zeugen kommen hinzu wenn es vorbei ist, oder wir kämpfen morgen anständig, um den Preis! Was sagst du?"

Noch bevor Njan antworten kann lassen sich Schritte vernehmen. Ein Diener des Karôs kommt angerannt und verbeugt sich vor den beiden Samurai.
"Mein Herr," spricht er Khan an, "der Karô wünscht eine Gespräch mit euch."

Khan blickt einen Moment irritiert, lässt dann sein Schwert los. "Sagt ihm ich komme."
Der Diener läuft wieder los und der er wendet sich an Njan.
"Das Schicksal hat für dich entschieden Bruder. Morgen früh, bei der 100-Jahre Eiche. Zur Zeit des Drachen. Du und ein Sekundant."
Er verlässt den Platz ohne ein weiteres Wort.


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Methusalem
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Ich atme tief die kalte Luft des Winters ein, während ich ihm hinterherblicke. Mit einem betrübten Blick drehe ich mich um und schüttle den Kopf. So ist es also geschehen, so wird es also enden?…Ich gehe mit langsamen Schritten durch den verschneiten Park und es scheint mir, als würde ich durch kaltes Glas wandeln, das alles um mich herum nicht verschwommener – nein vielmehr viel schärfer und gestochener wirken lässt. Die Umrisse der Pagoden und Bäume, der Menschen und Mauern, scheinen mir von geradezu unwirklicher Klarheit zu sein, so als wäre ich auf einmal über eine Brücke an einen anderen Ort gelangt, einen Ort, an dem alle Ziele nur noch verschwimmen und nur noch ein Ziel, ein Weg übrigbleibt…

Auf dem Burgplatz angekommen, schreite ich mit geraden Schritten auf meinen Yojimbo zu und verneige mich knapp. Mit leisen Worten spreche ich zu ihm, so dass nur er mich hört. „Ronin Ganko-san. Ihr werdet mir Morgen, kurz nach Sonnenaufgang als Sekundankt zur Seite stehen müssen! Unser Ausritt verschiebt sich also oder wird unter Umständen gar nicht zu Stande kommen. Mein Gegner wird Iuchi Khan-san sein, der euch ja bekannt sein dürfte. Ich hoffe, dass ich auf euch zählen kann.“ Stumm und etwas überrumpelt von der abrupten Bitte und von meiner offensichtlichen Ruhe, nickt Ganko und setzt an, etwas zu sagen: „Im Falle meines Todes, wird euch mein Vater sicher, den euch zustehenden Lohn auszahlen, dessen könnt ihr euch gewiss sein. Ich habe noch einiges zu erledigen. Ihr versteht doch sicher.“ Mit diesen Worten, drehe ich mich um und gehe ich Richtung Burg.

...

„Liebste Aikiko,
oh schönste Blume, die jemals auf der Steppe des Einhorns erblühte,
Licht und Hoffnung meiner dunklen Stunden.

Es ist entschieden, ich werde gegen meinen Bruder antreten und das Schwert soll entscheiden, wer deiner würdig ist. Er hörte meine Worte nicht und ich sehe nur diesen einen Weg, an deiner Seite zu sein und jenes kostbare Gut – dein unschätzbares Leben zu retten.

Sollte ich den Tod finden, so wird es ein ehrenvoller sein, denn ich bin für dich gestorben.
Sollte ich Leben, so wird die Sonne wieder scheinen, wenn auch hinter Wolken.
Sollte ich den Tod finden – Werden wir uns dann widersehen?

Es verbleibt ohne Worte, das Auszudrücken, das er sich zu sagen wünscht,
Shinjo Njan, Nikutai des Einhorns.“

...

Der Dampf von warmem Tee steigt in Sachten Wogen auf, als ich ihn sorgfältig in meine Tasse gieße, mit langsamen, harmonischen und fließenden Bewegungen führe ich die Zeremonie durch und blicke Daisuke an. Meine Stimme ist ruhig und ich lächle ihn an: „Daisuke. Ich werde morgen gegen Khan-san ins Duell treten. Es kann sein, dass ich das nicht überlebe, auch wenn ich guter Hoffnung bin. Ich will, dass du meiner Schwester ausrichtest, es hätte mir leidgetan, doch es hätte keinen anderen Weg gegeben.“ Mit großen Augen sieht mich Daisuke an: „Aber…aber Herr…“ Leicht verrutscht die Kanne und einige Tropfen heißen Tees, fließen mir über die Hand ich stöhne leicht auf…
In dieser Nacht, schlafe ich nicht so gut, wie ich erhofft hatte. Es ist ein Meer aus Bildern…Bilder Von zwei Jungen, die glücklich über eine weite grüne Landschaft reiten…Bilder von einem sehr frischen Krieger, der wie gebannt einem Mädchen hinterhersieht und dann sind dort immer wieder Schwerter, die die Bilder zerreißen und sich mir von allen Seiten in die Haut bohren. Schwarzes Blut und das Gelächter meines Bruders…Das Weinen einer Frau…Oft schrecke ich hoch und spreche immer wieder stille Gebete. Bete so inbrünstig zu meinen Ahnen und den Kami, wie noch nie zuvor…Ich will nicht töten…und doch will ich leben…


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Justikar
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Die Morgensonne scheint kraftlos und kalt durch das Fenster in Njans Zimmer. Daisuke hat wie üblich frisch aufgetragen noch bevor sein Herr wach wurde. Doch er kann sowieso nichts essen. Still schlürft er seinen Tee um wach zu werden, das flaue Gefühl, die Aufregung - die Angst, lassen ihn keinen bissen schlucken.
Er betet am Morgen inbrünstig am Schrein seiner Ahnen und hofft, dass dieser Zwist vielleicht doch noch ein gutes Ende nehmen möge. Sein Yojimbo ist anwesend, als er sich in eine leichte Rüstung kleidet um im Kampf agiler zu sein. Es wird kein Wort gesprochen. Ganko stellt die Beweggründe seines Schützlings nicht in Frage, doch brennen ihm trotzdem tausend Fragen auf den Lippen.
Njan nimmt andächtig sein Katana vom Ständer und lässt es in den Obi gleiten. Den Helm lässt er hier. Kein Bedarf dafür.
Er verabschiedet sich von Daisuke in wenigen Worten, sein Diener bleibt mit feuchten Augen im Schloss zurück. Der Samurai und sein Sekundant reiten gemeinsam, schweigend aus der Stadt. Niemand weiß, wohin sie reiten. Keiner fragt.

Der Schnee auf der Steppe vor ihnen ist knöcheltief und vom Morgenfrost vereist. Die Pferde halten sich dennoch sicher auf ihm und galoppieren auf die grün-weiße Wand aus dichten Tannen und nackten Laubbäumen zu.
Ein Falke kreist am Himmel und lässt seinen Jagdschrei über ihre Köpfe wehen.

Sie erreichen ihr Ziel nach einiger Zeit durch verschneite Schleichpfade und für Pferde schlecht passierbares Terrain.
Die Lichtung auf der sie ankommen ist einer der Lieblingsplätze zum meditieren im Sommer. Eine gigantische alte Eiche steht in der Mitte dieser sonst grünen, heute mit kaum berührten Schnee bedeckten Wiese. Vereinzelte Schneeflocken sinken hinab auf die Erde.

Khan ist bereits hier. Er lehnt - ebenfalls in einer leichten Rüstung - am Baum, zwei Pferde am Rande der Lichtung angebunden. Er hat keinen Helm bei sich, die Hand locker-lässig auf sein Katana gelegt.
Er spricht nach hinten als er die beiden kommen sieht. Sein Sekundant ist wohl hinter dem Baum.

Njan tritt einige Schritte auf die Lichtung und verbeuge sich: "Einen schönen Morgen, Khan-sama." Dieser schnauft verächtlich. "Hmpf. Lassen wir diese Floskeln und bringen es hinter uns. Wir sind nicht die Kraniche. Dein Sekundant muss für uns beide hinhalten. Es gibt hier niemandem dem ich zumute den Mund zu halten."
Njan zieht die Augenbrauen hoch: „Wenn wir es schon zu Ende bringen Khan-sama, denke ich, dann sollten wir es in gebührendem Rahmen tun, ohne uns zu beleidigen. Dazu zählt, dass ich euch das Recht verwehre mich vertraulich anzusprechen. Wen habt ihr dort, in eurer Begleitung. Ist es mir vergönnt, das zu erfahren?“
Ein kurzes Schmunzeln läuft über seine Lippen.
„Nur die Angebetete um die wir kämpfen." antwortet er und lässt Aikiko hervortreten.
Die Geisha ist in wollene Gewänder gekleidet, immer noch feminin und schön. Das Gesicht ist geschminkt, die Haare anmutig nach oben gebunden. Ihr starrer Blick gilt dem Boden auf dem der Schnee von einer Windböe hinauf geweht wird.
Der jüngere Samurai schluckt sichtlich: „Sei gegrüßt…Aikiko-chan. Bist du dir sicher, dass du das mit ansehen willst?“
Bevor die Dame antworten kann, unterbindet Khan jedes Wort mit einer abrupten Armbewegung! "Schluss mit dem Geschwätz! Ich will nicht noch mehr von deinen vergifteten Worten hören und schon gar nicht meiner Aikiko zumuten! Du benimmst dich wie ein elender Skorpion wenn du redest! Lass mich lieber deine Haltung sehen!"
Mit diesen Worten geht er in die Grundstellung.
„So sei es denn.“ Mit einem Kopfschütteln und einem kalten Blick, tut es ihm sein Bruder gleich.

Spoiler:


Ganko tritt ein paar Schritte zurück. Er darf den Männern nicht im Wege stehen. Sein Naginata hat er wie ein Gardist aufrecht neben sich in den Schnee gesteckt. Sein Mempo verbirgt die Gesichtszüge die von Unverständnis und Trauer gezeichnet sind. Der Wind wird leiser, so als ob auch die Luftkami gespannt zusehen.

Njan holt tief Luft und stellt sich breitbeinig vor seinen Bruder. Die Arme locker neben dem Körper, der Kopf leicht gesenkt um sein Gegenüber zu fixieren. Eine Böe spielt mit den Haaren seines Zopfes am Rücken. Irgendwo im Gebüsch raschelt es leise. Kayoto sieht den Schemen eines Tieres, doch hält es für unbedenklich. Der Schatten verschwindet wieder.
Die Samurai atmen nun im gleichen Rhythmus. Njan mustert seinen Bruder und erkennt in dessen Haltung einen besseren Duellanten als sich selbst. Doch er ist will nicht weichen. Das Gesicht seines Bruders ist ebenso steinern und unbeweglich. Er sucht es ab nach irgendeiner Schwäche, doch findet nichts.

Anders als Njan, bemerkt Kayoto dass Khan nicht fest steht. Seine Augen - auf den ersten Blick klar und steinern - wirken auf den zweiten irgendwie getrübt, unaufmerksam. Seine Arme die zu Anfang seiner Stellung noch so kraftvoll und beherrscht aussahen, zittern leicht. Hat er etwa Angst?
Doch Ganko kann sich nicht erlauben noch etwas zu sagen, der letzte Atemzug ist getan und man spürt auf der ganzen Lichtung wie die Energien auf die beiden Samurai zufließen. Die Fokusphase hat begonnen. Der Wind, hält nun endgültig inne. Da leise rascheln ist verstummt, selbst der Falke in der Ferne hat abgedreht. Der Moment ist gekommen.

Njans Herzschlag ist mit jedem Atemzug ruhiger geworden, sein Unwohlsein einem perfekten Einklang gewichen. Der Rhythmus wird langsamer und leiser und dann, hält er die Luft an und das Herz setzt aus.
Eine einzige, kleine Schneeflocke, durchschneidet die Sichtlinie von Khan und seinem Bruder.


...



...


Die Energie explodiert aus der unglaublich schnellen Bewegung von Njans Hand. Der Wind heult im selben Moment auf, als sein Schwert die Scheide verlässt und seinem Gegenüber entgegen fliegt. Schnee wirbelt unter dem schnellen Schritt des Samurais auf. Khan zieht einen Sekundenbruchteil später doch es ist vergebens. Njans Klinge fährt ihm quer über den Brustpanzer, die linke Schulter hoch und wieder hinaus in die kalte Luft des letzten Wintermorgens. Eine nur dünne Schicht Blut spritzt auf, zeichnet ein wütendes Kunstwerk an die Rinde des alten Baumes. Khans Gesicht scheint den Schmerz gar nicht zu bemerken, stattdessen versucht er seine eigene Technik aus zu führen. Sein Katana schneidet ebenso tödlich - doch nicht so präzise durch die Luft und verfehlt Njans Kopf nur um Haaresbreite.
Eine Strähne wird vom Wind erfasst und auf das Blut am Baum geweht.

Der Kampf ist noch nicht vorbei. Njan wollte drei Schläge. Und in dem Moment, da sein erster Angriff die Haut seines Bruders durchbricht und die Klinge gierig sein Blut aufnimmt, vergisst der junge Samurai all seine Vorsätze und lässt die ohnmächtige Wut die er über die letzten Monate - nein: Jahre! - angesammelt hat in einem zweiten schrecklichen Streich hernieder sausen.
Sein linker, hinterer Fuß erreicht den vorderen rechten, welcher sich auf dem Ballen dreht um so seitlich, auf Khans linker Seite zu kommen. Sein Schwert hat den Bogen nach oben beendet und fällt nun von oben herab, die Klinge quer über den Rücken des Shugenjas. Diesmal spürt er es.
In einem verzweifelten Versuch sich zu wehren, wirft er seinen linken Arm nach hinten um Njan zumindest mit dem Knauf zu erwischen, doch dieser ist bereits komplett hinter ihn gelangt. Der dritte Streich soll es beenden.

Der Schnee unter ihren Füßen ist von Khans Lebenssaft dunkelrot gefärbt. Der große Khan wirft sich herum, sinkt auf sein linkes Knie und versucht verzweifelt den drohenden Schlag auf sich mit horizontaler Klinge zu parieren. Das Katana des Shinjos unterwandert die Parade mühelos und endlich frisst sich der kalte Stahl ein letztes Mal in das weiche Fleisch am linken Schlüsselbein seines Bruders.

Khans Arme sinken kraftlos zu Boden, sein Katana taucht mit der Spitze voran in den roten Schnee. Hungrig und unbefleckt, taucht es in dem vereisten Wasser unter. Es ist vorbei. Nun sieht auch Njan Khans trüben Blick und erkennt, wohin ihn seine blinde Wut geführt hat. Langsam, zieht er sein Schwert aus dem Fleisch seines Bruders, das Blut fließt ihm in heißen Strömen über den zerstörten Panzer. Er keucht noch einmal schwach auf, der Blick zwischen Aikiko und Njan in der Luft hängend.
Seine Lippen beben und der letzte Lufthauch trägt die Worte: "Wie konntest du mir das antun?"
Dann fällt er nach vorne vor die Füße des unbestreitbaren Siegers.


Die Stille im Hain ist erdrückend. Gierig trinkt der Schnee das heiße Blut des Shugenjas und die Eiche beginnt jammervoll im kalten Wind zu knarren.
Aikiko kreischt auf, schlägt die Hand vor dem Mund. Njan wendet sich zu ihr, will etwas sagen, doch sie lässt ihren Fächer fallen und rennt auf die dichten Bäume zu, die dem Wald den Blick auf das Ereignis auf der Lichtung ersparen. Der Yojimbo sagt kein Wort.


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Methusalem
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Langsam gleitet mein Katana durch den Schnee und lässt eine rote Spur zurück, während ich den Körper meines Bruders mit starren Augen betrachte, der dort – scheinbar leblos – auf dem Boden liegt. Ich habe nicht das Gefühl, in diesem Moment hier zu sein. Ich denke nicht, dass ich das gerade getan habe, ich weiß nicht, ob ich gerade hier bin. Eigentlich hätte er doch gewinnen müssen…er hatte die bessere Haltung…

Fast wie gelähmt, stecke ich die Klinge in den Obi zurück und sinke auf die Knie. Ich fühle seinen Arm, suche nach dem Puls, nach dem Atem meines Bruders…Ich will, dass er noch lebt! Ich will nicht schon wieder zum Mörder geworden sein…


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Methusalem
Doch so sehr ich auch suchen möchte, so sehr ich auch den Arm meines Bruders abtaste, mich über sein Gesicht beuge um ein Zeichen des Lebens zu erhaschen, dort ist nichts mehr. Seine Augen blicken mich an, trüb und leblos und aller Glanz ist aus ihnen verschwunden. Meine Hände beginnen zu zittern, als ich seine Lider schließe um diesen Blick nicht mehr sehen zu müssen.
Einige heiße Tropfen beginnen herabzuregnen und schmelzen den blutigen Schnee. Ich stehe auf und blicke meinen Yojimbo an, der betreten einige Schritte abseits steht. Ich setze an, etwas zu sagen, doch schweige dann. Tränen nehmen mir fast die Sicht, als ich in Richtung Wald stolpere – In die Richtung, in der Aikiko gegangen ist. Kann ich noch leben? Was soll ich tun? Was ist nun mit dieser Frau, für die wir zu Verrätern geworden werden…Oh ich sollte mir das Recht ausbedingen einen ehrenvollen Tod zu wählen? Was kann mir noch bleiben? Ich bringe mir und allen die mich kennen nichts als Leid und Unglück, nichts als Schande…„Aikiko… Wo seid ihr? Wo bist du?“


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Hinter strahlender Fassade
Findet man nur faules Holz
Deine blendende Visage
Lächelt trotzdem voller Stolz
Dein so edles Spenderherz
Will niemals erweichen
Deine Mauern trägt ein Keller
Und der ist voller Leichen!
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Duncan


Justikar
Justikar
Schnelle Schritte tragen den jungen Samurai durchs Gebüsch tiefer in den Wald, wo Aikikos roter Gestalt zwischen den Bäumen aufblitzt. Er ist schon sehr weit von der Lichtung entfernt als er die flinke Frau einholt. In so einem Kimono so schnell zu rennen - was Frauen nur in so einem Zustand zu tun vermögen.
"Aikiko bitte warte." Er greift nach ihr und sie lässt sich von ihm zu sich ziehen, versinkt heiße Tränen vergiesend in seinen Armen.
"Oh Njan, welch Unglück habe ich nur über dich gebracht! Das hätte ich nie und nimmer tun dürfen. Wie konntest du nur für mich Unglückseelige solche Pein auf dich nehmen?"
Sie sieht mit geröteten Augen zu ihm auf. Die perfekte Schminke verschmiert, die Illusion gebrochen und dennoch: Sie ist schöner als jede Frau die er jemals gesehen hat. Noch immer hat ihr Gesicht diese sanften Konturen, diese filigrane, erhabene Form. Die Augen trotz der Tränen dieses Leuchten und die Lippen unter der Schminke eine Anziehung wie der Duft einer Rose auf eine Biene.
Trotz dem gerade geschehenen, fühlt sich Njan sicher das richtige getan zu haben, ist froh darüber Aikiko gerettet zu haben - nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor Khan.
"Was sollen wir nur jetzt tun, Liebster? Wir müssen den Leichnam wegschaffen! Jemand könnte ihn sehen! Dann wäre es aus mit dir. Dann würde eine einzige Geisha das Haus der Shinjo zwei Samurai kosten! Das darf nicht passieren."

...

Auf der Lichtung beugt sich Ganko über den Toten. Der Wind weht einige Schneeflocken vom Ast auf seinen Rücken, das Blut sickert langsam in einem Halbkreis über den Schnee zur Wurzel neben der eine kleine Winterglockenblume blüht. 'Schönheit im Tod', denkt der Ronin und betrachtet die rote Mahlerei an dem Baum. Wie seltsam das ihn das Schicksal hier her geführt hat. Was das wohl sollte? Seine Gedanken kreisen um das Geschehene und um seinen Anteil dabei. Immerhin war er als Zeuge an einem illegalen Duell beteiligt als Mitwisser...


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"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

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Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
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Elias


Methusalem
Methusalem
Ich drücke Aikiko noch einmal fest an mich und küsse sie auf die Stirn, dann schiebe sie sehr sanft von mir weg, streiche ihr sacht über die Wange, als ob sie zerbrechlich wie dünnes Eis wäre. „Mache dir keinen Vorwurf, mache dir niemals einen Vorwurf wegen dem was geschehen ist meine Blume, du trägst keine Schuld. Alles was getan wurde, wurde von uns getan und früher oder später wäre es aus einem anderen Grund dazu gekommen. Khan und ich…so sehr es mich auch schmerzt dies einzugestehen…“

Meine Worte stocken und ich breche ab…versuche den Stein hinunterzuschlucken, der in meiner Kehle drückt. Wie soll ich dies alles erklären…? Wie meinem Vater, meiner Mutter….wie Yu-Pan? Ich wische mir unsinnigerweise eine Träne von meinem bereits geröteten Gesicht. Wenn ich leben will, darf ich es Vater nicht erzählen, selbst wenn ich ihn nicht herausgefordert habe, so weiß ich nicht, ob er nicht meinen Tod fordern würde. Meine Worte sind verkrampft als ich weiterspreche. Ich ziehe sie sacht wieder in Richtung des Kampfschauplatzes. Ich muss mich anstrengen, nicht hier und jetzt zusammenzubrechen, nicht einfach mein Elend in die Luft hinauszubrüllen und nur ein Blick auf das Gesicht der Schönen, vermag mich zu beruhigen: „Den Leichnam wegzuschaffen ist kein Problem. Wir können Totengräber holen und ihnen befehlen zu schweigen – Sie würden nichts sagen, wen sie leben wollten. Doch…was…was Aikiko-chan soll ich der Welt erzählen…Soll ich schweigen?“

Nur wenige Schritt vor der Lichtung halte ich inne und blicke ihr erneut in die Augen, versuche dort Antwort zu finden…


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Hinter strahlender Fassade
Findet man nur faules Holz
Deine blendende Visage
Lächelt trotzdem voller Stolz
Dein so edles Spenderherz
Will niemals erweichen
Deine Mauern trägt ein Keller
Und der ist voller Leichen!
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Tobi


Alastor
Alastor
Oh ihr Kami... Wie konntet ihr zulassen, dass ein Bruderzwist so endet?
Shinjo Khan ist tot. Getötet von seinem eigenen Bruder, meinem Herren.
Wird man mich deswegen verfolgen? Ich habe nur meine Pflicht getan und Njan gedient. Hätte ich es verhindern sollen? Hätte ich es verhindern können? Oder wäre es ohnehin irgendwann geschehen? Ihr Kami, welchen Plan verfolgt ihr damit?
Ich knie neben dem Shugenja und spreche ein leises Gebet für seine Seele und hoffe, dass sie noch nicht zu weit entfernt ist:
"Shinjo Khan, Shugenja der Einhörner. Mögest du Ruhe finden und der Rache fernbleiben. Ich bete für dich, auf dass du wiedergeboren werdest. Mögen die Kami dich leiten."
Ich bleibe und halte die Totenwache. Etwas was mein Herr hätte tun sollen...
Er sollte bald zurück sein...
Ich warte...


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"Sieh an, sieh an, wen wir hier haben. So ein Monster gehört doch schnellstens vergraben."
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