Der Frühling 1127

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Do 18 Apr 2013, 13:36

Spoiler:
Gut, Liste einfach nochmal auf, was dir einfällt und ich hänge dann in deinem Namen weitere Infos dran - sofern nötig/möglich.
Du kommst im übrigen mit diesem Engegefühl nicht klar und wirst stendig abwechselnd mit Herzrasen, Kurzatmigkeit und Kopfschmerzen zu kämpfen haben. Das wiederrum treibt dich beständig immer stärker hin zum Moon-Tee...

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Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Do 18 Apr 2013, 14:20

Ich schiebe das Sushi zurück, dass mir Daini anbietet und wische mir ein paar Schweißtopfen von der Stirn: „Danke, ich glaube nicht, dass ich etwas hinunterbekomme. Verfluchte Stadt.“

Ich denke noch einen Moment nach und rufe mir den widerlichen Aufenthalt in der Rauschhöhle des Gaki in Erinnerung: „Naja…die Eigenschaften Tsumis…Sie ähnelte ein wenig einer Geisha, allerdings auf gänzlich verdrehte Art und Weise. Sie liebt die Farben Rot und Schwarz und mochte berauschende Gerüche…Ich denke Lotos…Ja es war so etwas wie Lotos.
Dazu kamen allerdings auch allgegenwärtige Verwesung und der Geruch nach Exkrementen und…hmmm… stellt euch einfach die den Gestank des schlechtesten Hurenhauses dieser Stadt nach einer Seuche vor.
Sie ist hinterlistig und eine Meisterin der Täuschung, des Verrats und der Hinterlist: Ihr Gesicht und die Gesichter vieler ihrer Anhänger waren Masken, dahinter war…kein wirkliches Gesicht mehr. Außerdem ist sie jähzornig und ich würde auch denken, dass sie sehr von sich eingenommen und arrogant ist.
Das hervorstechendste ist aber…“ Ich muss schlucken und laufe rot an, als ich an die Geschehnisse in Tsumis Haus zurückdenke. In diesem Moment fühle ich mich unglaublich schuldig: „Wiegesagt, sie ist ein wenig wie eine Geisha, aber ohne jene Zurückhaltung sie ist wollüstig und liebt es ihr Umfeld ebenso in Wollust und Brünstigkeit zu versetzten. Aber all das ist vollkommen krank, voller Gewalt, Zwang, Hass und Zorn – Das was sie an Lust verströmt widerspricht allem, was auch nur annähernd unter die gute Sitte oder die Norm unserer Gesellschaft fallen würde.“
Ich wische mir erneut Schweiß von der Stirn: „Ich könnte mir also vorstellen, dass für sie Enthaltsamkeit, Zurückhaltung, Zärtlichkeit oder vor allem….“ Ich schlucke schwer: „Oder vor allem wahre Liebe ein Gräuel sind. Nun was kann ich noch sagen…“ In mir kochen Gefühle auf, die ich niedergekämpft zu haben hoffte. Ein Gefühl der Zuneigung zu Kiku, das in meiner Welt eigentlich nichts mehr verloren hat, die Erinnerung an ihr Lächeln…daran wie ich sie zum Lachen brachte. Ich senke den Kopf und starre auf meine Hände, die sich während des Gespräches immer wieder verknotet haben.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Do 18 Apr 2013, 15:03

Daini ist das Sushi vor dem Mund stehen geblieben, sein Ausdruck ist schwer zu deuten. Ist er schockiert - oder eher erregt?
Toya hingegen blickt so grimmig frein wie immer.
"Das bedeutet also das wir Tsumi entweder im besten, oder im schlechtesten Hurenhaus der Stadt finden können. Wenn sie so viele Sklavengeister um sich herum hatte, dann dürfte ihr Einsamkeit oder nur wenige Opfer ein Gräul sein."
Sie tunkt ihr Maki in etwas Sojasauce und kaut nachdenklich darauf herum.
Endlich isst auch Daini weiter und schüttelt den Kopf, als ob er irgendwelche Gedanken vertreiben wolle.
"Richtig. Und wenn sie tatsächlich viel Wert auf das Aussehen einer Geisha legt, dann könnte es sich auch um das beste oder schlechteste Geishahaus handeln. Wie auch immer, auf jeden Fall, sind unsere Möglichkeiten jetzt schon viel eingeschränkter und klarer."

"Gaki-do, ist ein Reich der Bestrafung, in der alles was man sich wünscht verkehrt wurde." meint Njan nachdenklich und schlürft an seinem Tee.
"Dann ist die Sache wohl eindeutig, oder?" fragt Daini und wartet auf Njans Befehl.
"Aber bitte erst morgen." murrt Toya und reibt sich müde die Augen.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Do 18 Apr 2013, 15:35

Ich zucke mit den Schultern: „Ich würde das am liebsten noch heute erledigen. Aber wenn ihr Schlaf braucht…Vielleicht wäre es tatsächlich nicht schlecht, sich noch einmal zur Ruhe zu legen. Dann sehen wir morgen zu, dass wir uns die richtige Adresse erfragen…oder uns hinführen lassen. Heute haben wir zumindest einmal einen Überblick gewonnen.“

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Sa 20 Apr 2013, 01:09

Als Njan sich auf den Weg zu seinem Schlafgemach macht, fällt die ganze Last der Müdigkeit auf ihn herab. Wieder beginnt Schweiß aus seinen Poren zu tropfen und der lange Gang in Richtung Zimmer wird immer länger und länger, verschiebt sich, zittert und verkleinert sich wieder. Das Gehen wird immer schwerer, die Luft immer stickiger.
Toya und Daini sind zurück geblieben und Njan stützt sich schwer gegen das blank polierte und mit Blumen beschnitze Holz, während seine Füße ihn nur noch wiederwillig weiter tragen.

"Mein Herr, was ist euch?"
erklingt hinter ihm eine zarte Stimme und er spürt einen dünnen Arm der sich um seinen Bauch schlingt. Schwach wendet er den Kopf und blickt in das Gesicht der Hure, die er beim Einzug in das Gasthaus aus einem anliegendem Zimmer kommen gesehen hat.
"Ihr habt zu viel Saké erwischt, mein Lieber? Seid unbesorgt, ich kümmere mich um euch..."
Ihre letzten Worte schallen vielfach in seinem Kopf wieder während das Licht um ihn herum langsam an Kraft verliert und er das Gefühl hat auf ein weiches Kissen zu sinken.

In seinem Traum, sieht er Kohs massiven Körper stetig um sich kreisen. Er kann nicht an ihm vorbei und egal wie schnell er sich dreht um den Kopf des Geistes zu fixieren, er sieht immer nur einen langen Körper der sich stetig mit dem knirschendem Chitinlaut weiterbewegt. Er glaubt hinter dem stetig drehenden Körper die durchsichtigen Gestalten von Yu-Pan und seinem Bruder zu sehen.
"Meine Herrin wartet auf dich." seufzt eine Stimme leise in der Dunkelheit. Die schwärze um ihn herum färbt sich in blassem Rosa, während er sich unkontrolliert weiter um seine eigene Achse dreht und Kohs Gesicht jagd.
"Komm." seufzt sie erneut und das Rosa wird immer röter, vom Himmel beginnt es in sanften, Tropfen zu regenen. "Komm." haucht sie und das Wasser vom Himmel wird zu Blut. "KOMM!"

Njan schreckt aus dem Schlaf hoch, springt förmlich aus seinem Futon. Seine Augen blicken sich wild um, fixieren seinen zerwühlten Futon, sein Schwert dass ordentlich auf einem Schränkchen liegt, die Schüssel mit Wasser, seiner abgelegten Kleidung. Er ist allein in seinem Gastzimmer, steht nackt in den Strahlen der morgentlichen Sonne die sich durch die Hörzernen Jalousinen drücken und die Staubflocken in der Luft erstrahlen lassen. Es war nur ein Traum...oder?

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Sa 20 Apr 2013, 12:07

Ich wasche mich mechanisch, kämme meine Haare und ziehe meine Kleidung an. Ich versuche möglichst wenig zu denken. Es schmerzt seit langer Zeit zu intensiv und zu lang nachzudenken. Wenn ich nicht bald entweder wieder kämpfen kann oder zurück an der Seite meiner Liebsten bin, wird es meinem Geist nicht gut bekommen. Zumindest aus dieser Stadt muss ich so bald wie möglich wieder fort….Verflucht sei der erste Mensch, der daran dachte in einem festen Haus zu leben. Zelte und Pferde…Mehr hätten wir nie gebraucht. Zelte und Pferde und uns wären endlose Streitigkeiten erspart geblieben.
Nein, es hat keinen Sinn mehr zu klagen oder zu betteln, ich habe schon so viel geklagt und niemand hat mich erhört…Ich komme mir vor wie eine wandelnde Leiche, als ich den Gang hinunter gehe und werde wohl mit meinen tiefen Augenringen und den blassen Zügen auch nur einen unwesentlich besseren Eindruck machen.

Im Speissaal lasse ich mich an dem Tisch nieder, an dem wir gestern Morgen auch saßen. „Wäre ich damals doch nur wirklich abgehauen…“ murmle ich in meinen Bart ohne tatsächlich zu registrieren, ob bereits einer meiner Gefährten anwesend ist.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Sa 20 Apr 2013, 13:40

Daini und Toya lassen beide auf sich warten. Es ist noch serh früh, so dass der Saal kaum gefüllt ist. Der bleiche, ältere Mann vom Empfangsthresen kommt mit einem Tablet und stellt Njan seinen Tee hin, mit einem freundlichen Kopfnicken. Er wartet kurz um seine Bestellung auf zu nehmen und gleitet dann fast lautlos wieder zurück in die Küche. Kühle Morgenluft weht von einem Fenster herein und erfrischt ein wenig sein müdes Gesicht.

Am anderen Ende des Saals betritt das Freudenmädchen den Raum, streckt sich graziös aus und sieht sich dann im Raum um. Ihr lächeln als sie kurz Njan fixiert ist nicht anders, als das für jeden anderen Kunden.
Sie geht in die Küche und kommt mit einem Tablett mit Tee und einer Supper wieder heraus und setzt sich einige Tische weiter hin. Behutsam, da man sie beobachten könnte, beginnt sie elegant ihr essen ein zu nehmen.

Der Saal ist ansonsten leer.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am So 21 Apr 2013, 15:05

Ich mustere die Hure kurz und wende mich dann wieder meinem Frühstück zu. Vielleicht wüsste sie etwas, darüber, wie ich an mein Ziel komme? Nun ja, ich könnte genauso gut jedes andere Freudenmädchen der Stadt fragen, nein bleiben wir bei unserem Plan vom Vortag. Ich bleibe sitzen und warte auf meine Gefährten.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Mo 22 Apr 2013, 10:11

Daini und Toya erscheinen zugleich im Saal, einige Zeit, nachdem Njan bereits seine Nudelsuppe gegessen hat. Der Moon-Tee ist sehr mild und seine Beklemmung verschwindet langsam mit jedem weiteren Schluck Tee.

"Ihr seid schon früh wach." Begrüßt Daini seinen Freund lächelnd un lässt sich am Kopf des kleinen 4-Personentisches nieder.
Toya kniet sich Njan gegenüber auf das Sitzkissen und beugt kurz den Kopf zur Begrüßung.

"Nicht so gut geschlafen." erklärt Njan kurz angebunden.
"Hm." grunzt Daini wieder und lächelt verschmitzt.

Sie essen in relativer Stille doch Njan hat das Gefühl das irgendetwas in der Luft liegt - allerdings kann er nicht recht den Finger darauf legen und der Tee hilft nicht unbedingt seiner Geistesschärfe oder Aufnahmefähigkeit.
Als sie gegessen und getrunken haben vereinbaren sie sich vor dem Gasthaus zu treffen.

Toya erscheint in in ihrer abgetragenen, ledernen Reithose mit dem Katana an ihrer seite und das Wakizashi am Rücken. Ihre schwarz gefärbte, Fellweste gehört zu der Reiterausrüstung die sie mitgenommen hat und nur geringsten Schutz bietet.
Lediglich Arm- und Beinschienen bieten etwas mehr Schutz. Die Haare sind zu einem strengen Knoten zusammengebunden.

Daini erscheint ebenfalls leicht gekleidet, ein langes Hemd wie es die Drachen tragen mit einem breiten Gürtel an seine kurze, leichte Hose gebunden die lediglich bis zu den Schienbeinen reicht. Sein Daisho trägt er traditionell wie ein Bushi, doch auf dem Rücken eine kleine Taschie wie sie Shugenja mit sich führen. Auf dem Kopf trägt er eine einfache, Reitermütze, wie sie bei den Einhörnern üblich ist.

"Wo habt ihr denn die her?" fragt Njan skeptisch.
"Auf dem Markt gekauft." grinst Daini stolz. "Steht mir gut, nicht?"
"Wenn es Winter wäre, ja." knurrt Toya und kann sich kaum ein Lachen verkneifen.

Daini rollt die Augen. "Wollen wir?"

Spoiler:
Beschreib dich mit Ausrüstung (für evtl. Werte) und beschreibe dann wohin genau du jetzt willst. Der Junge steht wenn nötig zur Verfügung.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Mo 22 Apr 2013, 14:41

Spoiler:
Ich trage über meiner Rüstung einen langen Mantel. Ansonsten Katana und Wakizashi.

Wenigstens scheinen meine Offiziere ihren Spaß zu haben. Gut, dann vergnügt sich zumindest irgendjemand. „Gut sehen wir zu, dass wir das zu Ende bringen und dieses furchtbare Loch hinter uns lassen“
Ich winke den Jungen heran, der auf einem nahen Zaun sitzt und – in Erwartung eines weiteren verdienstreichen Tages – zu uns herüber linst: „Bursche. Ich wünsche, dass du uns ein weiteres Mal führst: Zeige uns das Haus in der Stadt, dass für einen Mann das Beste ist, der seinen fleischlichen Gelüsten nachkommen will.“

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Fr 26 Apr 2013, 13:46

Der Bursch stellt sich auf einen der großen Felsen im Garten und streckt den Rücken druch, blickt sich um wie ein Seemann der nach dem Kurs im Wind sucht. Seine kurzen Haare scheinen unlängst geschnitten allerdings ruppig und unregelmäßig. Fast so als ob er sie unfreiwillig losgeworden ist.
Der Schmutz in seinem Gesicht und an seinen nackten Beinen lässt ihn fürchterlich arm aussehen - fast wie ein Éta - das zerschlissene Leinenhemd dass er trägt umfasst die ganze Farbpallette an Schmutz und Flüssigkeiten.

"Dort lang." sagt er, deutet auf eine Gasse und springt vom dem Stein um in die Gasse zu rennen wie ein Reh auf der Flucht. Die Reise führt sie schon bald wieder auf die große Hauptstraße, wo es schwer fällt den Jungen im Auge zu behalten, der bevorzugt am Rande der Straße, zwischen Ständen und Karren manövriert, statt in der Mitte.

Vor einem größeren Tor stirbt der Strom ab und kaiserliche Wachen versperren den Weg. Die muss der innere Zirkel, hinter dem sich weite Plätze verbergen, im bunten Lichtermeer zwischen großen, kunstvollen Häusern und wunderschön gekleideten Menschen.
Der Junge verschwindet in einer Gasse neben der Mauer, vorher nochmal auf das Tor deutend.

Die drei Samurai bleiben stehen. Die Wachen kontrollieren ganz genau wer zutritt hat und wer nicht. Offensichtlich sind Papiere von nöten.
"Die lassen uns gewiss nicht rein." murmelt Daini grimmig und Toya bestätigt mit einem Nicken: "Was nun?"

Da erscheint auf der anderen Seite plötzlich der Junge hinter den Wachen, ein paar Dreckklumpen in der Hand.
"Hey, Ihr! Raus aus unserer Stadt!" ruft er und wirft nach den Wachmännern.
Völlig verblüfft stürmen die Männer dem Burschen hinterher, der ebenso flink wieder verschwindet.

"Der Junge ist wirklich mutig." meint Daini, während sie sich - zusammen mit einigen weiteren dunklen Gestalten - durch das Tor drücken das nur kurz unbewacht ist, bevor neue Wachen wütend heranstürmen und die einströmende Menge wieder aufhalten.

Der Bursche ist weit und breit nicht zu sehen, dafür mehrere, große Häuser mit weißen Mauern und edlen Holzsäulen. Pagoden, Teiche und Seen säumen die weiten, wundervollen Plätze zur Burg und Njans Beklemmung lässt ein wenig nach.
"Ich denke nicht, dass wir den Jungen so schnell wiedersehen werden."
sagt Daini und schüttelt den Kopf. "Von hier aus müssen wir wohl allein weiter."

Njan nickt zustimmend und sieht sich dann um. Das erste Haus direkt vor ihnen ist ein riesiges Handelshaus wie es aussieht, mit großen, offenen Hallen im Inneren. Doch die Samurai interessieren sich mehr für die Häuser der Vergnügungen.
Links und rechts neben dem Handelshaus führen zwei Straßen den Berg hinauf zur Burg, die gesäumt sind von Holz- und Steinbauten, aus denen bunte Lichter strahlen und vor denen Menschen und schön gekleidete Frauen auf und ab gehen. Ansonsten kann man links und rechts über den großen Platz zwischen die Pagoden streifen um dann weitere Gebäuden zu erreichen die nach großen, edlen Gasthäuser aussehen.

Von überall her schallt Musik und Gelächter...

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Fr 26 Apr 2013, 16:19

Ich zucke mit den Schultern und schlage den Weg nach rechts über den Platz ein, dorthin wo man die Gasthäuser vermuten kann. „Ist ohnehin gleich, hm?“ – Wenn hier Freudenhäuser sind, werden sie wohl nicht in erster Häuserzeile stehen. Vielleicht findet sich auch jemand, der mir geeignet scheint nach dem besten Haus zu fragen, wenn man ‚besondere Bedürfnisse‘ hat… „Eh, habe ich schon erwähnt, dass ich Städte hasse?“
„Zur Genüge.“ antwortet Daini lachend und legt einen Arm um Toyas Schulter, den anderen um meine.
„Suchen wir uns ein wenig Spaß, Freunde!“
Kaum ist das Gebäude zur Rechten passiert, öffnet sich die Straße zu größeren Gebäuden, Bibliotheken und großen Türmen zwischen denen einzelne Brücken verlaufen. Der Ort hier scheint etwas ruhiger, denn zwischen den Gebäuden laufen weniger strahlende Menschen herum, stattdessen sind Shugenja und Priester zu Gange. Einzelne Gasthäuser lassen kleine Fackeln und Kerzen auf hölzernen Verandas brennen um eine ruhige, romantische Stimmung zu vermitteln.
„Sieht mir wenig erfolgversprechend aus hm? Naja drehen wir noch eine großzügige Runde und orientieren uns dann wieder nach links.“ - Auf der anderen Seite des Platzes angekommen, wird die Präsenz der kaiserlichen Samurai immer größer. Kaum ist das zweite große Gebäude vorbei, da öffnen sich größere Plätze die offensichtlich für militärische Zwecke konzipiert sind. Toya bewegt uns rechtzeitig wieder den Rückzug an zu treten, bevor wir angesprochen werden.
Hinter dem großen Handelshaus öffnet sich noch einmal ein weiter Platz, bevor die Straßen von vielen Gebäuden deutlich herausgeschnitten werden. Offensichtlich werden hier nicht nur teure Güter aus ganz Rokugan gehandelt, sondern auch die großen Feste der Stadt gefeiert. Fast wirkt der Anblick jedoch traurig, denn der große Platz ist fast wie leer gefegt, abgesehen von einzelnen Personengruppen oder Händlerständen. Die große Straße die dann einen Bogen in Richtung Burg macht, ist gut beleuchtet und eifrig besucht. Besonders viel Musik ist aus den einzelnen Häusern zu hören und die Straßen sind voller Menschen. Wir kommen an ein zwei Sakéhäusern und Spielhallen vorbei, dann öffnen sich die ersten, mit Hecken und Holzwänden abgeschotteten Edelfreudenhäuser zur Straße hin, bleiben aber dabei jeweils unter sich und werden von immer mindestens einem Samurai - oder Ronin? Der Unterschied ist kaum zu erkennen - bewacht.
Am Ende der Straße, nicht unweit der Burgmauern, auf einem eigenen Platz, erhebt sich jedoch ein sehr kunstvolles Gebäude, das mehr wie ein riesiger Turm aussieht, denn wie ein Gasthaus. Das ganze Gebäude ist von einem breiten See umschlossen, auf dem tausende, roter und weißer Lotosblüten schwimmen. Störche stochern im klaren Wasser nach den brillantenen Fischen, deren glitzernde Schuppen das Licht der Kerzen reflektieren, die auf kleinen Boten zwischen den Blüten schwimmen. Zwei Brücken führen über den See, dessen Eingang von einer Hecke verborgen wird. Die leise Musik die aus dem Haus zu hören ist, ist so schön und eindringlich, dass mich eine tiefe Lust überkommt. Der Duft von Yasmin, der an der Hecke wächst und von Bäumen mit duftenden Kirschblüten, die den Weg um den Turm säumen, versetzt einen in entspannte Verzückung.
Ich wende mich mit leisen Worten an meine Begleiter: „Oh verflucht – Meine Freunde hier sind wir richtig. Egal was passiert behaltet im Hinterkopf, warum wir hier sind und denkt erst gar nicht an…Naja, ihr wisst an was ihr nicht denken sollt.“ Ich umkreise das Gebäude einmal und sehe mir alles an. Jeweils zwei dunkel gekleidete Wache steht vor den Eingangstoren auf Vorder- und Rückseite des Turmes, beide tragen Masken. Ich bemerke eine leise Bewegung im Gesträuch und sehe den Jungen – unseren Führer – auf der anderen Seite des Sees, wie er zu uns herüberlukt. Ich gehe auf eine der Wachen zu: „Dürfen wir vorbei guter Herr? Wir wären gerne Gäste in eurem herrlichen Haus.“ Die Wache scheint mich durch die Sichtschlitze ihrer Maske zu mustern und gibt nur ein einziges abgehacktes Wort zur Antwort: „Passwort?“
Ich verharre kurz: „Hört zu, ich kenne euer Passwort leider nicht – Jedoch kann ich euch versichern, dass ich ein guter Freund der Dame bin, die dieses Haus betreibt und sie sicherlich erfreut wäre, mich zu sehen.“
"Kein Passwort, kein Zutritt." antwortet er fast in Flüsterton.
„Sagt eurer Herrin, dass Njan hier ist. Sie wird mich einlassen! Machen wir die Sache doch nicht umständlicher als nötig.“ Die Männer mit den weißen, ausdruckslosen Fratzen sehen sich an. Dann: "Iye. Kein Passwort-" sagt der eine und lässt sein Katana nur einen Fingerbreit aus der Scheide schnalzen, "kein Zutritt." beendet der andere seinen Satz und tut es seinem Partner gleich.
Daini greift mir an die Schulter: "Lassen wir das. Das führt zu nichts."

Ich führe die Beiden ein Stück abseits: „Was haben wir jetzt vor – Ich will sie ungern abstechen, zumal wir dann bald das halbe Viertel am Hals hätten.“ -"Wir werden sie auch nicht abstechen, sie tun schließlich nur ihre Pflicht." antwortet Daini fast empört.
"Ich fürchte wir haben nur zwei Möglichkeiten." – Ich schüttle den Kopf: „Verzeih mir, kaum komme ich mit diesen Dingen in Kontakt, sehe ich dort vor den Türen nur wieder verweste Hundegeister stehen – Was meinst du? Das Passwort von irgendjemandem herausfinden und was noch?“ – „…oder wir schleichen uns irgendwie hinein.“ ergänzt Daini.

Ich mustere das Gebäude, das schleichen hier direkt am Turm dürfte wegen des Kiesweges recht schwierig werden. Von meiner Position aus, kann ich an dem dunklen, teils hölzernen Gemäuer kaum etwas erkennen. Weder Fenster noch irgendwelche Eingänge scheinen offensichtlich in Bodennähe zu finden zu sein. Wenn es hier irgendwelche weiteren Eingänge geben sollte, so sind diese sehr gut versteckt. In der Stadt von Lügnern und Mördern nicht verwunderlich. „Wäre sehr schwer dort unbemerkt hineinzukommen – Wenn ich als Jäger sprechen darf. Wo ist denn unser Junge…?“ Ich blicke mich suchend um und sehe den Jungen der uns aus den Büschen am anderen Uferende neugierig Der Junge ist in den Büschen am anderen Uferende und beobachtet neugierig. Ich winke unauffällig in seine Richtung und entferne mich vom Turm, in eine Seitengasse. Kurze Zeit später, steht der Junge neben mir und blickt mich an: „Herr?“ – „Hör zu, wie heißt du Bursche?“ – „Lee“ antwortet der Junge kurzangebunden. Ich lächle: „Gut, Lee, du bist schnell und man sieht dich nicht allzu leicht. Wenn du erlauschen kannst, welches Passwort sie dort drüben verwenden, schulde ich dir einen Koku, zusätzlich zu der Bezahlung für deine Dienste als Führer.“ - "Hai, Herr." antwortet der Junge und stakst davon.

Ich lehne mich an die Wand der Gasse und beginne mit starrem Blick zu warten. Nach ungefähr einer Stunde, in der Daini bereits begonnen hat unglaublich ungeduldig zu werden, lasse ich mich überreden, mich in den Garten eines Teehauses in der Nähe zu setzten – Wenn auch mit Wiederwillen.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Sa 27 Apr 2013, 14:32

Das Teehaus in das sich Daini, Njan und Toya zurück ziehen ist nur zu einem Viertel voll. Die Preise hingegen sind äußerst hoch. Daini bezahlt schweigend.
"Hm, langsam geht mir das Geld aus, Freund."
"Diese Freundin von euch ist schwer zu finden, Herr." ergänzt Toya missmutig.

Njan nickt ebenso unzufrieden. Das ganze dauert länger als er erwartet hat, wirft den Zeitplan durcheinander. Daini muss schließlich möglichst schnell zu dem Dorf geführt werden und zum Shinomen.
Frustriert nippt er an seinem Tee und versucht nach zu denken, als eine Gruppe lachender Samurai hereintritt, kaiserliche Truppen ihren Kimonos nach zu urteilen, eine Frau zwischen sich führend die mit ihrem Fächer züchtig das Lachen verbirgt.
"SAKÉ!" brüllt der eine Mann laut und umfasst die Hüfte der Frau. "Wir wollen feiern!"
Der neben ihm schüttelt peinlich berührt den Kopf und stubst seinen Kumpanen an, während der Dritte hinter ihnen einen wachsameren Eindruck macht.

Die Gruppe setzt sich an einen der breiteren Tische.
"Musik, bitte!" ruft der Zweite und kuschelt sich ebensow wie der erste an die Schultern der Frau.

Njan beachtet sie kaum, versucht ihr ungehobeltes Verhalten zu ignorieren, wie es sich gehört und fährt sich durch seinen inzwischen dicht gewordenen Bart.
"Ob der Junge das Passwort bekommt?" fragt Toya, den Tisch fixierend um nicht wütend zu den neuen Gästen zu blicken.
"Wenn, dann kommt er hier nicht herein." antwortet Daini abwesend, weil sein Blick nur den vier Personen gilt die das Gasthaus zuletzt betreten haben.

Njan sieht seinen Freund kurz an und mekrt wie abwesend sein Blick und seltsam sein Lächeln geworden sind.
Die Worte "...und Ihr würdet mich wirklich mit nach Otosan-Uchi, in die Kaiserstadt mitnehmen, wenn ihr abzieht?" streifen seine Ohren fast schon beiläufig, während er Dainis Blick zu der schwer geschminkten Frau folgt. Ihre Augen sind mit schwungvollen, tiefschwarzen und roten Linien ummalt, ihre Haus blendend weiß gestrichen. Der schwarze Fächer der nur ihre Augen hervorstieren lässt bewegt sich sehr langsam und Njan erkennt sofort, warum Daini so starrt. Ihre Augen, erzählen mehr als es Worte könnten. Diese dunklen, tiefen, schwarzen Augen reißen mehr in den Bann als eine nackte Brust oder die Scham einer Frau.

Njan hört die Antwort nicht, die die Männer ihr geben, denn alles um ihn herum scheint plötzlich weit weg zu sein. Stattdessen hört er ihre Stimme, wie an seinem eigenen Ohr. Diese für eine Frau tiefe und doch so hinreißende Stimme: "Und ihr würdet mich wirklich sogar dem Kaiser persönlich vorstellen? Wie zuckersüß von euch..."

Endlich lösen sich ihre Augen von Daini und wenden sich - wie als ob sie seine Gedanken gelesen hätte - ihm zu. Diese wundervollen....schönen...Augen - die Erkenntnis tifft ihn wie einen Hammerschlag und sowohl ihre, als auch seine Augen weiten sich in überraschter Erkenntnis: Kiku!

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Sa 27 Apr 2013, 14:52

Ich blicke sie an, blicke ihr direkt in die Augen und mein Blick verdüstert sich kurz. Ich nicke ihr zu. Das hätte ich beim besten Willen nicht erwartet: „Das ist sie.“ Stoße ich zwischen den Zähnen aus und erhebe mich von meinem Kissen.
Ich bewege mich - nun lächelnd - auf den Tisch der Kaiserlichen zu, bleibe in gebührendem Abstand stehen und verbeuge mich leicht: „Seid mir gegrüßt edle Herren. Erlaubt ihr einem bescheidenen Mann der Gezeiten, den Mannen die unser Kaiserreich behüten eine Runde auszugeben um mit ihnen auf das Wohl unseren geliebten und großmächtigen Herrschers anzustoßen?“

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am So 28 Apr 2013, 13:21

"Ey", gröllt der eine, "wer zum Teufel bist du?"
"Ein Ronin?!" meint der andere und blickt herausfordernd zu Njan hinauf.
"Dieser Mann macht mir Angst." sagt Kiku hinter ihrem Fächer verborgen, doch ihre Worte sind offensichtlich gelogen. Die scheint die Männer jedoch nicht zu stören.
"Keine Sorge, meine Schöne. Wir kümmern uns um ihn."
"Hai. Verschwinde, Ronin! Siehst du nicht dass du der Dame Angst machst? Wir trinken nicht mit Straßenkötern."

Der Dritte man bleibt still, sein Gesicht unergründlich, doch die Augen auf Njan fixiert. Keiner ist bewaffnet, die Schwerter müssen des Anstands wegen am Eingang abgegeben werden. Der Dritte Kerl spannt sich.
"Hörst du Köter?" kommt es erneut von den anderen beiden. "Geh zurück auf die Straße wo du hingehörst!"

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am So 28 Apr 2013, 14:36

Ich verbeuge mich „Wie die Herren wünschen. Sobald ich meinen Tee ausgetrunken habe, werde ich euch durch meine Rüpelhaftigkeit nicht weiter belästigen und der Dame keine Furcht mehr einjagen. Schließlich, habe ich bezahlt.“ Mit diesen Worten drehe ich mich auf dem Absatz um und lasse mich erneut auf meinem Kissen nieder und führe meine Tasse an den Mund.
Die Männer kichern und werfen sich gegenseitig noch ein paar Verunglimpfungen über mich an den Kopf, doch zumindest scheinen sie kein Interesse an einer weiteren Auseinandersetzung zu haben. „Rüpelhafte Hunde.“ Flüstere ich zu meinen Begleitern. „Wir warten draußen und sehen zu, wo sie hingehen. Das ist das Mädchen, das wir suchen, wir müssen an sie rankommen. Ich will, dass dieses Spiel ein Ende hat.“
Ich erhebe mich und verlasse das Haus, draußen werde ich mich in einem dunklen Winkel psotieren - Bereit die Männer und besonders Kiku zu verfolgen, wenn sie heraustreten.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Do 02 Mai 2013, 16:10

Es dauert wieder eine ganz Weile, bevor sie endlich erscheinen. Die Nacht bricht bereits über die Stadt herein, als die kleine Gruppe gefolgt von Njan in Richtung großer Platz aufbricht. Die Straßen haben sich seltsamerweise gefüllt und offensichtlich sind nun die Menschen auf Spaß und Freuden aus. Die beiden Rüpel sind schwer betrunken, fast scheint es so, dass Tsumi die beiden führt, während der Dritte offensichtlich seine Pflicht noch nicht vergessen hat. Mit unergründlichen Miene und einer Hand am Schwert begleitet er die Gruppe und lässt gelegentlich seine Blicke über die Menge streifen.

Sie spazieren in die rechte Straße zur Burg hinauf und werden fast augenblicklich verschluckt. Njan fällt es schwer bei der Menge an Menschen ungesehen an seinem Ziel zu bleiben. Daini und Toya folgen in geringem Abstand.

Spoiler:
Bitte eine Probe auf Heimlichkeit/Geschick.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Do 02 Mai 2013, 16:15

Spoiler:
Geschick + Verstohlenheit + Void 1k1: 20

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Di 07 Mai 2013, 21:02

Die Menge umschließt bald die Zielpersonen und Njan verliert sie aus den Augen. Wütend darüber, sich wie eine Schlange hinter dieser Frau herbewegen zu müssen, sucht er nach einer Möglichkeit sich erneut einen Überblick zu verschaffen.

Spoiler:
- 2 Punkte Ehre, wegen Ausübung niederer Fertigkeit.

Frustriert gibt er es wieder auf. Keine Chance. Er bahnt sich einen Weg zurück zum Anfang der Straße nach Süden. Umzingelt von Körpern und Gerüchen verschiedenster Art, spürt er den Schwindel und die Überlkeit in ihm hochsteigen. Kurz bevor ihm schwarz vor Augen wird, stolpert er auf den freien Platz hinaus, endlich auf einer halbwegs weiten Fläche.

Der Junge steht plötzlich neben ihm, als ob er nie weg gewesen wäre.
"Herr, ich weiß jetzt das geheime Wort!"
"Gut." schnaufft Njan, "Wie lautet es?"
"Katchikos Wort."
Njan stutzt. Der Name kommt ihm bekannt vor, doch woher? Katchiko ist kein seltener Name, jedoch lässt das Wort einen Schauer über seinen Rücken laufen.

Daini kommt zwischen den Menschenmassen hervor. "Habt ihr sie aus den Augenverloren, Freund?" fragt er und sieht selbst nicht sehr glücklich aus.
Njan nickt wütend, immer noch mit sich selbst um Kontrolle über seinen Körper kämpfend.
"Ich auch. Bitte verzeih."
"Schon gut."
"Bleibt noch unsere Schwertschwester."

Grimmig blicken die Samurai sich nach ihr um. Doch Toya ist nirgends zu sehen. Sie warten noch eine Weile auf dem Platz, dann entscheiden sie sich, in Richtung Tor zurück zu gehen. Daini kauft mit etwas Kupfer eine Tasse Tee bei einem Teehändler und bietet auch seinem Freund an. Wie aus dem Nichts erscheint Toya.
"Da seid ihr. Diese Menge ist wirklich dicht."
"Ihr habt sie also auch aus den Augen verloren?"
"Ha - nein. So leicht entkommt man mir nicht."
"Ihr wisst also wo sie hin sind?" Dainis Augen weiten sich vor staunen.
"Hai, aber es wird euch nicht gefallen."
Daini reicht ihr die Tasse und sie schlürft einmal, bevor sie weiterspricht:
"Sie sind im Lager der Kaiserlichen Truppen. In einem Gasthaus, am Ende der Zeltreihen."
"Oh." seufzt Daini "das ist nicht gut." Der junge blickt sie mit neugierigen Augen an.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Mi 08 Mai 2013, 01:58

Spoiler:
Langsam…nur ganz langsam stimmt die Sache mich verdrießlich…

Ich verdrehe die Augen und presse Worte zwischen den Zähnen hervor, die irgendetwas mit Pferdescheiße zu tun haben. Ich drücke dem Burschen sein Geld in die Hand: „Danke dir Lee, gute Arbeit.“ Dann blicke ich über die Menge: „Ich habe ehrlichgesagt keine Ahnung was wir jetzt tun sollen, wie wir uns durch diesen Haufen Ignoranten schlagen sollen. Aber ich werde bei den Kami nicht zurück ins Hotel gehen, bevor ich habe was ich will. Ich würde am ehesten am Ausgang des Lagers warten, sie muss irgendwann herauskommen, sie kann nicht ohne Gepäck abreisen…“ Ich halte kurz inne… „Außer sie erfährt von einem Boten von einem Zwischenfall in ihrem Haus, der ihre Anwesenheit erfordert.“ Ich blicke zu dem Jungen und dann zu den Anderen: „Was haltet ihr davon?“

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Mi 08 Mai 2013, 20:19

"Ähm, Freund..." stammelt Daini und kratzt sich - fast komödiantisch - am Kopf, "warum seid ihr so sicher wo ihr Haus liegt?"
Njan wirft ihm einen verärgerten Blick zu.

"Er hat recht Herr." mischt sich Toya ein, "Wir können das nicht wissen. Aber ich denke nicht dass sie so schnell abziehen werden. Die Kaiserlichen Truppen sind mindestens bis zum Ende der Clankriege noch in der Stadt, wahrscheinlich sogar bis das Lehen neu vergeben wird. Ihr einzige Chance zu entkommen, wäre wenn die Offiziere Urlaub bekommen und sie gemeinsam zur Kaiserstadt reiten..."
"... was ja offensichtlich ihr Ziel ist." beendet Daini den Satz.

"Wir müssen uns einen Plan ausdenken, wie wir sie überraschen können und sie alleine antreffen. Ich muss nahe genug an sie herankommen, um ihr das Gebetsband anzuheften."
"Sie wird sich sicher mit vielen Menschen umgeben. Es wird nicht einfach sein. Wo sind nur die Hexenjäger, wenn man sie einmal braucht!"

Der Junge horcht auf, als Daini die letzten Worte spricht.
"Herr! Herr! Ihr sucht die Nachtwache!"
"Nein danke Junge," antwortet Daini grinsend, "die Stadtwache kann uns auch nicht helfen."
"Iye Herr! Die Nachtwache!"
Daini stutzt. "Hm...ach so, du meinst den Skorpion-Orden. Das pendant zu der Inquisition der Phönixe?"
"Ich...versteh nicht alle Worte Herr..."

Daini sieht Njan fragend an.

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Mi 08 Mai 2013, 20:33

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie in diesem Turm untergebracht ist, verkauft mich nicht für dumm. Die Hinweise sind recht eindeutig. Und was wollen wir mit Hexenjägern…Ich habe keine Lust jemanden in diese Sache einzuweihen, wenn ich ehrlich bin, nicht mehr als nötig – Ich hätte nicht einmal euch eingeweiht, wenn ihr nicht darauf bestanden hättet.“ Ich wende mich an den Jungen: „Wer ist deine Nachtwache? Ist das so etwas wie diejenigen unter den Phönixen, die Blutmagier und ähnliches jagen?“


Zuletzt von Elias am Do 09 Mai 2013, 17:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Do 09 Mai 2013, 16:46

"Nachtwache sind Hexenjäger." antwortet der Junge nickend. "Suchen und töten Ungeheuer der Schattenlande oder der Geistreiche."

"Es ist eure Mission, Freund." sagt Daini leise und blickt dabei ein wenig gekränkt. "Ihr müsst natürlich entscheiden, wie ihr das lösen wollt."
"Hai." stimmt Toya zu und blickt düster zum Lager der Truppen.


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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Elias am Do 09 Mai 2013, 20:32

"Ich denke nicht, dass wir sie überhaupt noch finden können. Die Nachtwache wurde von Samurai der Skorpione aufrechtgehalten. Nun sind sie nicht mehr." antwortet Toya.
"Ich kenne Mann, der bei ihnen war." Der Junge deutet in Richtung Zugangstor.
Daini sieht noch immer nicht ganz zufrieden aus, dennoch spricht er wieder mit normaler Stimme. "Die Nachtwache und Inquisition sind zumeist Extremisten. Zumindest was Schattenlandkreaturen angeht. Bei Geistern, sind sie vielleicht etwas gemäßigter, aber man weiß nie. Mein Wissen jedenfalls reicht nicht komplett aus. Ich bin kein Experte in so etwas. Eher ein Laie."
Ich überlege eine Weile mit geschlossenen Augen: „Sollten wir es schaffen, das Lager zu
durchqueren, bleibt immer noch die Frage, wie wir an unser Ziel herankommen können. Wenn wir an sie herangekommen sind, bleibt die Frage, wie wir sie hinausschaffen und dabei unbemerkt bleiben. Wenn wir sie hinauslocken, bleibt sie sicherlich nicht ohne Begleitung – Vorausgesetzt wir schaffen es überhaupt.
Ziehen wir weitere Hilfe hinzu, wissen wir auch nicht womit wir es zu tun haben…
Ich denke aber trotz allem nach wie vor, dass es trotzdem am besten wäre, zu versuchen ihr vorzulügen, dass jemand in ihr Heim eingebrochen sei und sie schnell kommen sollte. Dann können wir ihr immer noch folgen, wenn sie wieder heraus kommt und sie in einem unbeobachteten Moment aus der Menge fischen.“
„Glaubt ihr denn, dass das funktioniert? Ich glaube nicht, dass es in ihrer Natur ist alleine umher zu ziehen.“ meint Daini, besinnt sich aber gleich wieder und schließt den Mund.
„Nun...“ erwidert Toya und streicht sich eine Strähne aus dem Gesicht, „wie überbringen wir ihr dann die Nachricht?“ – „Ich dachte daran, dass wir Lee hier schicken…“ Daini fasst vorsichtig an meinen Arm, dreht den Kopf so dass nur ich ihn hören kann: „Ihr wollt das Kind in die Nähe eines Gakis schicken? Ihr setzt damit sein Leben auf's Spiel!“ - „Sie ist ein Gaki der Sünde und kein Oni der Zerstörung, aber Ihr mögt Recht haben….Helft mir, ich weiß auch nicht weiter. Was schlagt ihr vor? Wir haben nur diese zwei Möglichkeiten, von der einen wissen wir, dass sie schlecht ist, von der anderen haben wir keine Ahnung. Wir verbringen hier Zeit, die wir nicht haben und ich habe euch in Schwierigkeiten verwickelt, in die ich euch nicht hätte bringen sollen.“ – „Hm...Ihr könntet einen von uns Schicken für die Nachricht.“ Toya schnauft, schlägt eine direktere Vorgehensweise vor: „Oder wir suchen einen Weg nach drinnen und überraschen sie. Sobald der Geist gebannt ist, dürfte sie doch wieder zu sich kommen und wir vermeiden vielleicht eine größere Auseinandersetzung.“
„Die Gebetszeit! Richtig!“ ruft Daini aus. „Da kommen wir leicht in das Gasthaus herein. Ja, ich schätze wenn das Gebet wirkt, dürfte der Geist aus ihr vertrieben werden. Das hoffe ich zumindest...“ – „Nun gut, dann versuchen wir, morgen an sie heranzukommen, wir können eben nur hoffen, dass wie sie dann noch dort vorfinden.“ Die beiden nicken zustimmend. „Lee, steh uns doch morgen wieder bereit – Vielleicht benötigen wir deine Dienste noch.“ Der Junge nickt und wir kehren zum Gasthaus zurück…
Spoiler:

WK: 16
Ausdauer: 16


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Re: Der Frühling 1127

Beitrag von Duncan am Fr 10 Mai 2013, 14:28

Spoiler:
Nicht vergessen, du regenerierst zur Zeit kein Void, wegen deiner Nachteile durch den Tee. Dafür kommen die 10 SG-Erschwernis nicht zum tragen.


Die Gongtöne schallen über den großen Platz. Die Sonne steht im Zenit. Menschen pilgern in erhabener Ruhe in Richtung Tempel. Es ist die ruhigste Zeit für die Menschen in der Stadt, doch zugleich auch die gefährlichste für die Wachhabenden. Diebe und Gauner, Halsabschneider und Mörder wissen diese Zeit ebenso zu nutzen wie die drei Samurai die sich mithilfe des Jungen nun an die Zelte geschlichen haben.

Lee ist nicht nur flink, sondern auch gerissen. Er führt die Samurai so dermaßen fachmännisch zwischen den Zelten umher, dass die drei nicht einmal wirklich Gefahr kaufen entdeckt zu werden. Graue Wolken schieben sich über den Himmel. Es beginnt zu tröpfeln. Der Seiteneingang des Gasthauses steht offen als sie ihn erreichen. Der Koch hat gerade seine Pfeife fertig geraucht und geht wieder nach drinnen.

Daini schiebt dem Jungen seinen letzten Koku zu, eine Runde, goldene Münze mit viereckigem Ausschnitt in der Mitte. Das Symbol des Drachen ist darauf eingraviert. "Hier mein Freund. Du hast uns herraussragende Dienste geleistet."
"Danke Herr. Soll ich hier auf euch warten?"
"Nein." sagt Toya gelass und späht zum Eingang hinein.
"Danke." fügt Njan hinzu und folgt dann Toya beim hineinschleichen.

Das Innere ist prunkvoll ausgebaut, mit rot lackiertem Edelhoz und dickem, graviertem Papier. Schwarze Schwäne und rote Schlangen, bunt bemahlte Goldkälchen und filigrane Lotosblüten zeichnen Wände und Türen. Die Lampen die von der Decke hängen verbreiten ein angenehmes Kerzen-Licht. Es ist sehr still in dem Haus, offensichtlich sind die Bewohner ebenfalls zum Tempel gegangen - oder aber schlafen in ihren Futons in den Mittag hinein.
"Wohin jetzt?" fragt Daini un lässt seine Blicke über die Treppen nach oben und unten schweifen. Der Gang erstreckt sich noch einige Zimmer weiter, bevor er einen Knick nach links in das Gebäude hinein macht.
Njan ist genauso ratlos wie die anderen. Fast möchte man meine, das die Schicksalgötter ihn verlassen haben - oder ihn nicht mit seiner alten Freundin vereinen möchten.
"Ich weiß es nicht. Wir müssen wohl alle Zimmer absuchen..."

Am Ende des Ganges, wo viele Tische in einem größeren Raum verteilt sind, erscheint der Leibwächter, den sie kürzlich das Dreiergespann hatten überwachen sehen. Scheinbar arglos, setzt er sich an einen Tisch und Schlürft einen Tee der schon dagestanden hatte. Ein Schwert hat er nicht dabei - im Gegensatz zu den drei Samurai. Toya lächelt.

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