Der Frühling 1127 (Teil 2)

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Mo 28 Okt 2013, 15:01

Sofort verändert sich meine Haltung. Ich lege die Hand an den Griff meines Wakizashis und wünsche mir unwillkürlich mein Katana herbei, das schön ausgestellt in meiner Kammer liegt. Langsam und Schritt für Schritt bewege ich mich auf das Tor zu: Wenn ich den Speisesaal erreiche, dürfte ich dort genügend bewaffnete und Offiziere finden um den Palast zu sichern. Es würde nichts bringen nun allein das Gebäude abzusuchen, wenn ich auch alle mobilisieren kann. Wie konnten Assassinen überhaupt hier hinein gelangen? Während ich mich auf den Weg mache, halte ich nach allen Seiten Ausschau – selbstverständlich auch nach oben – Vielleicht kann ich einen von ihnen erledigen. Nun…hoffentlich ist es nicht viel mehr als einer… Naja, es ist auch nichts anderes als die Jagd.

Spoiler:
Ich mache mich wie angesagt auf dem Weg zum Speisesaal oder dem Äquivalent des Offizierskasinos – sollte es so etwas geben. Dort werde ich alle alarmieren, sollte ich jemanden antreffen. Sollte dies nicht der Fall sein, geht’s schnurstracks zu den Gemächern meines Vaters.  Hier ein Wurf auf Wahrnehmung, damit mich eventuelle Angreifer nicht überrumpeln:  3W + 1Void: 24

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Mo 28 Okt 2013, 16:45

Ohne auf weitere Wachen zu treffen - aber auch ohne einem Assassinen zu begegnen, erreicht Njan die großen Flügeltüren des Saals. Hier wiederrum stehen Wachen und im Inneren scheint das einfache Treiben des Hofes zu herrschen. Nicht unweit hiervon steht auch das Wachhaus mit der Signalglocke die das ganze Haus alarmieren kann. 

Hier pattroulieren die Wachen wie gewöhnlich und es laufen mehrere junge Samurai und wenige Ashigaru über den Hof. Immer zu zweit, mit Lampen an langen Stäben gehen sie gewissenhaft alle Ecken des Hofes ab und halten entspannt Ausschau nach Gefahren.

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Mo 28 Okt 2013, 19:19

Mit raschen Schritten betrete ich den Saal und blicke mich kurz um, es ist ein einziger Offizier anwesend, der meines Ranges entspricht, kein höherrangiger. Gut, das muss reichen. Ich komme vor meinem Clansbruder zum Stehen, verbeuge mich knapp und unterbreche damit das Gespräch in dem er sich befindet. Unter anderen Umständen wäre dies unhöflich, doch ich denke, darüber kann man wegsehen. Er blickt mich mit gerunzelter Stirn an und ich beginne schnell und leise zu sprechen: „Shinjo Chun-san. Verzeiht die Störung, doch auf der Parkseite ist keine Wache auf ihrem Posten. Sollte es keine bessere Erklärung dafür geben, gehe ich davon aus, dass sich Eindringlinge im Schloss befinden. Die Wache sollte schleunigst alarmiert und Suchtrupps sollten gebildet werden um eventuelle Feinde auf dem Gelände zu ergreifen. Ich bitte euch um Unterstützung bei dieser Aufgabe.“

Spoiler:
Eben das soll geschehen: Wache alarmieren und Gelände und Gebäude absuchen

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Di 29 Okt 2013, 14:49

Die Augen des gleichaltrigen Samurais weiten sich kurz vor Überraschung, bevor er sich sofort erhebt und seinem Gesprächspartner Anweisungen gibt.
„Sun, nehmt euch die Torwache des Eingangs und sichert die Anwesenden im Saal! Keiner darf ihn verlassen, bis wir Entwarnung geben können!“ Der andere Samurai springt sofort auf und eilt zur Tür, während Chun sich nun Njian zuwendet.

„Schnell, begleitet mich in den Hof, wir lassen unauffällig die Wachen über das Gelände schwärmen! Dann müssen wir sofort zu Hatamoto Shinjo Ruas-sama!“
 
Er beeilt sich seinen Worten nach zu kommen und schnell erreichen sie den Hof, während hinter ihnen das Tor geschlossen wird. In Windeseile hat er einzelne Einheiten in alle Richtungen geschickt. Der höchste Offizier der Wache wird aus dem Bett geholt, die Männer schwärmen über den das Gelände. Schnell beeilen sich nun Njan und Chui die wichtigen Gemächer zu erreichen. Das Schlafgemacht in der Mitte des Schlosses ist leer, und im Inneren scheint nichts ungewöhnlich, außer den ausschwärmenden Wachen und der ängstlichen Schlossbewohner die sofort begriffen haben, was dies bedeuten könnte.

Zu viert erreichen sie das Arbeitszimmer der Ruas, wo er sich zuletzt mit Njan getroffen hat. Zwei Männer öffnen die Schiebetüren die bereits einen Spalt offene Schiebetüre, während Chui und Njan mit den Spitzen ihrer Schwerter voran in das Zimmer gleiten. Ruas sitzt mit dem Rücken zu ihnen als sie das Zimmer betreten. Die Tatsache dass er nicht reagiert, als sie das Zimmer betreten lässt Njan sofort alle Haare zu Berge stehen.

Während Chui sich umblickt, geht Njan auf Ruas zu, leise seinen Namen flüstern. „Shinjo Ruas-sama. Ruas! Vater?“ Als seine Hand den Leib berührt und sanft nach Hinten zu sich zieht, erblickt er voller Grauen, dass eine lange, feine Nadel direkt in seinem Halse steckt. Genauer gesagt, ist sie durch den Nacken gedrungen und vorne wieder heraus durch die Haut geschossen. Hatamoto Ruas atmet nicht mehr. Sein Blick ist glasig.

Von irgendwo auf dem Hof ertönt ein ängstlicher Schrei: „NINJA!“ Im Schloss bricht Panik aus!


Zuletzt von Duncan am Mi 30 Okt 2013, 14:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Di 29 Okt 2013, 15:11

Nach einem kurzen Moment der Erstarrung stoße ich einen wütenden Schrei aus und renne zur Tür, in die Richtung, aus der der Schrei gekommen ist. Diesen verfluchten Bastard werde ich erwischen!

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Mi 30 Okt 2013, 14:36

Nicht nur er allein läuft über den Hof zu der Stelle an der der Schrei vermutet wird. Auch andere Samurai sind dahin unterwegs. Durch den Garten abkürzend, versucht Njan der großen Traube fern zu bleiben um den Assassinen doch vielleicht vor der Mauer abfangen zu können. Plötzlich stolpert er über etwas großes und landet hart auf dem Bauch. Als er sich umdreht um den Grund seines Falls zu sehen, entdeckt er den Laib einer Wache. Ein Wurfstern glitzert aus seiner Kehle im Licht der Schlosslaternen.
 
Wütend erhebt er sich wieder, seinen Kimono glatt streifend und sich neu orientierend. Die Samurai-Traube ist verschwunden, die Männer haben den Ort des Geschehens wohl schon erreicht. Wütend will Njan den Weg zurück einschlagen, als er sich umdreht und direkt in die Augen der schwarzen Gestalt Blickt, die hinter ihm steht. Die Zeit steht still, als sich die beiden anstarren, der Ninja nur wenige Zentimeter von Njans Gesicht entfernt. Kleiner zwar, aber im Vorteil der Überraschung bewegt sich der Assassine noch ehe Njan es vermag. Die rechte Hand des Attentäters hält ein kurzes Ninjato das nun in unendlich langsamer Bewegung auf das Gesicht des überraschten Shinjo-Samurais zufliegt. Und dennoch, kann er sich nicht von den Augen lösen, die ihn mit emotionslosen Kälte anblicken. Augen die er glaubt, irgendwo einmal gesehen zu haben. Im letzten Moment ändert sich die Flugrichtung des Schwertes und statt der Klinge, trifft der Knauf ihn hart über der Stirn. Und Schwärze umfängt ihn.
 

 
Die Wärme und die sanfte Berührung von einem nassen Tuch wecken Njan aus seinem traumlosen Schlaf. Yukis sanften Hände versorgen seinen kaum noch spürbaren Schmerz an der Stirn.
„Schhh, Liebster Gemahl. Bleibt noch eine Weile liegen. Lasst mich euch zuerst versorgen.“

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Mi 30 Okt 2013, 16:35

Ich richte mich trotz ihrer Einwände halb auf: „Mir fehlt nichts.“ Ich blicke mich im Raum um: „Wo ist der Bastard? Wie konnte das überhaupt geschehen? Die Stadt und das gesamte Umland muss abgesucht werden, umgehend! Es muss…Ich befehle…“ Mit einem wütenden Aufschrei lasse ich mich wieder nach hinten fallen, als mir dämmert, das dies nun wohl auch nichts mehr hilft und hämmere meine Faust so heftig auf den Boden, dass ein jäher Schmerz meinen Arm durchzuckt: „Verflucht! Verflucht!“ Ich beiße die Zähne zusammen und nicht nur Tränen der Wut stehen in meinen Augen: „Welche Geister haben sich gegen mich und diese Familie verschworen, sagt es mir Yuki! Meine Waffenschwester besessen von einem bösen Geist, mein Bruder und meine Schwester fort und nun – Mein Vater ermordet von…von irgendeinem Hundesohn, der weniger Wert ist als der Dreck unter den Sohlen einer schattenländischen Hure!“ Ich nehme alle Kräfte zusammen um nicht in Tränen auszubrechen: „Womit haben wir das verdient? Und ich Idiot, lasse mich überwältigen wie ein verdammter Anfänger!“

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Sa 09 Nov 2013, 15:02

„Liebster Gatte!“ beginnt Yuki und versucht ihn mit sanften Berührungen und Umarmungen zu beruhigen. „Es gab nichts, was ihr hättet tun können!  Ihr hatten Glück, dass euch der Assassine nicht auch getötet hat. Bisher fehlen ganze 10 Wächter und nur 4 davon wurden tot aufgefunden.“

Njan windet sich in ihren Armen und wütet weiter, kaum fähig sich zu beruhigen.
„Wir sind im Krieg! Die Löwen oder deren Verbündeten wollten euren Vater gewiss vernichtet sehen. Ohne Ihn sind sie im Vorteil! Aber wartet nur, Liebster! Ihr werdet es ihnen schon heimzahlen! Die ganze Wut des Phoenix und des Einhorns wird auf sie herniederfahren und ihr werdet bestimmt bald diese unehrenhaften Hunde alle zu ihren Ahnen schicken, auf das sie gerichtet werden.“

So geht es noch eine ganze Weile weiter, während Njan bald wieder seine Kraft verliert und erschöpft auf dem Futon zusammensinkt. Als er am darauf folgenden Morgen erwacht, hat sich eine seltsame Ruhe über ihn wie einen Zauber gelegt. Er erwacht und ist ganz klar im Kopf. So klar wie schon lange nicht mehr. Der Feind mag zwar einen wichtigen Offizier genommen haben, aber der Clanchampion ist sein guter Freund und er kämpft direkt an seiner Seite. Njans Aufstiegschancen warne nie größer und unmittelbarer. Fast möchte er sein altes Leben wie eine faulige Schale einfach abwerfen und ein neues Beginnen. Er erfrischt sich und tritt hinaus in das Licht der Morgensonne. Seine Frau ist nicht im Schlafgemacht.

Er findet Yuki im Thronsaal, wie eine Gebieterin über die Dienerschaft und die Wachen befehligend. Vorbereitungen werden getroffen, die Zustände werden verschärft. Die obersten Berater des Khan und des Hatamoto scharen sich um Yuki und gemeinsam werden die Vorbereitungen getroffen. Njan wird nur ein kurzer Moment der Trauer und der Respektsbekundungen der Offiziere gewährt, bevor er sogleich in die Organisierung mit eingeschlossen wird. Briefe wurden an die anderen Familienoberhäupter gesendet. Die Otaku und die Moto ziehen Teile ihrer Truppen aus den besetzen Gebieten zurück. Die Löwen wiederrum sind auf dem Vormarsch und versuchen es scheinbar mit einem Flankenangriff über die Ländereien der Drachen, was diese in eine äußerst verstimmte Lage gebracht hat. Die Krabbe ist weiter auf dem Vormarsch und die Schlacht am Beiden Pass steht unmittelbar bevor. Njan wird Verstärkung zugestanden und er wird zurück ins Feld beordert. Einige Shugenja der Iuchi und Späher der Ide sollen zudem die Schlachtreihen verstärken.

Berichte werden laut, dass die Krabbe gegen die beiden Kaiserlichen Legionen in Ryoko Owari Toshi (einer ehemaligen Skorpionenstadt) vorgegangen sind und diese geschleift haben. Aus dem Süden wiederrum heißt es, dass einige kleinere Clans ein Bündnis unter der Yoritomo-Familie von den Seideninseln geschlossen haben. Zuletzt kommen immer mehr Berichte herein, dass sich marodierende Truppen im Norden der Einhorn- und Drachenprovinz befinden sollen die rücksichtslos alle Dörfer attackieren und keine Überlebenden lassen. Einige Quellen behaupten es seien Untote.

Ganz Rokugan brennt und versinkt in Chaos, so scheint es Njan. Er wird gebeten die Truppen morgen zu sammeln und noch am Nachmittag loszureiten. Die Shugenja der Iuchi und die Späher der Ide warten im Süden, über die Berge auf die Ankunft von Shinjo Njan und seiner Verstärkung. Die Division besteht ausschließlich aus Reitern. Die Verstärkung muss schnell kommen.

Spoiler:
Du darfst gerne Fragen stellen, Aktionen ausführen, Gedanken teilen, Besuche abwickeln oder bis zum folgenden Tag vorspulen.

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am So 10 Nov 2013, 03:48

Mit grimmigem Eifer stürze mich in die Vorbereitungen, inspiziere meine Soldaten und mache mich mit ihnen Vertraut, tausche mit manchem einige Wörter aus. Die Disziplin unter den Männern muss auf jeden Fall gewahrt und gestärkt werden. Man kann sich wirklich fragen, wann der Kaiser endlich in den Konflikt eingreift, wenn seine eigenen Truppen attackiert werden. Ebenso ist an sich der Krieg gegen die Löwen Anbetracht der Umstände Irrsinn – Wissen ihre Späher nicht, wie sich die Krabbe entwickelt hat?

Meine Frau ist eine äußerst fähige Strategin: Sie hat die Gunst der Stunde erkannt. Auch wenn ich kein Zweifel habe, dass sie mich in meiner Abwesenheit gut vertreten wird, ermahne ich sie doch auch, sich zu schonen und sich nicht zu überanstrengen, unserem Kinde zu Liebe.

Des Abends finde ich – bevor ich eine letzte Nacht außerhalb eines Militärlagers verbringen kann – Zeit einen Brief zu schreiben, dem ich einem Boten anvertraue, nicht ohne mich zuvor seiner Verschwiegenheit versichert zu haben:
„Geliebte Aikiko,

Morgen werde ich erneut in die Schlacht reiten, doch sei ohne Sorge, denn ich werde jeder Gefahr trotzen, allein weil meine Sehnsucht nach dir es mir verbietet, vom Antlitz dieser Erde zu scheiden ohne dich noch einmal gesehen, in meinen Armen gehalten zu haben.

Ich möchte dich nur um eine Sache bitten: Die Ohren deiner Damen hören ohne Zweifel viel von dem was in der Stadt geschieht. Ich bitte dich sehr die wichtigsten Dinge die dir und deinem Hause anvertraut werden festzuhalten, sei es im Geiste oder schriftlich, sie mir nach meiner Rückkehr zuzutragen und dies danach auch weiterhin zu tun. Du hast wohl erfahren, dass mein Vater feige ermordet wurde. Vielleicht wird es dir möglich sein, dieses Rätsel zu ergründen oder zumindest Hinweise diesbezüglich aufzutun um ähnliches in Zukunft zu verhindern. Entsprechende Informationen werden mir einen umfassenderen Blick erlauben als bisher.

Ich hoffe dieser Wunsch, tritt dir nicht zu nahe und lässt sich erfüllen. Sobald ich von der Front wiederkehre, werden wir uns wiedersehen.

In Liebe - Njan.“

Nachdem ich den Brief versiegelt und aus der Hand gegeben habe, denke ich daran zu Bett zu gehen und hoffe, dass das fiebrige Gefühl – fast könnte man es Vorfreude nennen – mich schlafen lässt. Es ist ein seltsamer Drang, zugleich ein Ende des Krieges herbeizuwünschen und doch ein gewisses Verlangen nach dem Schlachtfeld zu verspürwn, danach als strahlender Held meinen Leuten voranzureiten und siegreich heimzukommen….Siegreich, hoffentlich! Sonst ist das Reich verloren, wenn kein Wunder geschieht!

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Di 12 Nov 2013, 17:58

Nachdem Njan am späten Abend das Schwert von den Sekreteren seines Vaters überreicht bekommt, muss er sich entscheiden, ob er sein eigenes hier lassen will, oder beide Schwerte (ohne Wakizashi) tragen will. In der Nacht bevor er endlich schlafen geht, kann er seinen Schlachteifer noch einmal heftig an seiner Frau auslassen, die unglaublich erfreut über den Eifer ihres Gatten zu sein scheint. Müde und zufrieden, schlafen sie nebeneinander ein und Njan träumt einen seltsamen Traum.

Er steht in Shiro Shinjo im Thronsaal, doch der Saal ist komplett leer, abgesehen von drei Frauen. Yuki ist da. Kiku ist da und Aikiko ist ebenfalls da. Jeder steht an einer anderen Seite des Raumes und auf einmal sitzt Njan selbst auf dem Thron. Zu seiner Rechten tritt Yuki an ihn heran und gibt ihm einen Kuss auf die Wange. Zu seiner linken tritt Kiku an ihn heran und küsst ihn auf die andere. Vor ihm geht Aikiko auf die Knie und küsst nimmt ihn in den Mund. So geht das eine Weile, umarmt von drei Frauen, die Zuneigung aller drei genießend, bevor er die Augen öffnet und sich allein auf dem Thron wiederfindet. Über ihn gibt es keine Decke, sondern einen mit Sturmwolken verhangenen Himmel der leise grollend sich zu einem Taifun formt. Plötzlich verspürt Njan unsägliche Angst, denn die Schatten ziehen sich dichter um ihn herum und er weiß dass Koh von Schatten zu Schatten kriecht. „Entscheide dich gut, Samurai! Entscheide dich gut, denn der Donner kommt, er kommt schon sehr bald!“ Panisch steht er auf, will nach seinen Schwertern greifen, doch es ist keins da. Er läuft in die Mitte des Saals, den der Thron wird von Schatten verschluckt doch er weiß Nicht weiter.

Er dreht sich von einem Geräusch um und steht dem Ninja gegenüber, dessen Augen ihm so bekannt waren! „Du!“ schreit er und versucht auf die Gestalt einzuschlagen, die sich nicht wehrt, doch seine Schläge zeigen keinerlei Wirkung. Es ist, als ob er absolut keine Kraft mehr in den Armen hätte.
Dann bemerkt er, dass der Ninja etwas hinter seinem Rücken hält. Njan tritt zur Seite um besser sehen zu können und die Welt dreht sich um 180°, so dass er wieder vor dem Ninja steht und diesmal das Opfer auf den Knien vor dem Ninja sehen kann. Es ist sein Bruder und seine Schwester zugleich. Der Attentäter greift langsam nach einen Messer – Njan kann sich nicht bewegen, kann nicht schreien- und zieht es dann genüsslich langsam über die Kehle des Opfers. Seines Vaters.

Das Bild zergeht im Schwall von Blut und verschwindet, während dahinter eine große, eindrucksvolle Gestalt auftaucht, deren Augen mit einer unglaublichen Kraft leuchten. Njan weiß dass er die Frau kennen sollte. Sie kommt näher und mit jedem Schritt fühlt er sich unehrenhafter. Als sie direkt vor ihm steht und er sie zu erkennen glaubt, wacht er auf.

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Mi 13 Nov 2013, 01:28

Ich erhebe mich langsam, wasche mich ebenso langsam und fast rituell, bevor ich mich ankleide und mit der Hilfe der Diener meine auf Hochglanz polierte Rüstung anlege. Diese Träume, sie verfolgen mich und nagen an mir, doch es war nicht der erste und es wird wohl auch nicht der letzte bleiben. Ich weiß wohl, ich werde einen Weg finden müssen die Dinge zu ordnen, die mich verfolgen – Doch dafür wird Zeit sein, nachdem ich meine Pflicht getan habe.

Ich umarme meine Frau und gebe ihr einen Kuss auf die Stirn. Wortlos und ernst blicke ich sie noch ein letztes Mal an und meine dann mit einem leisen Lächeln: „Gib gut auf mein Land Acht, während ich fort bin und auf die Menschen – Sie sind nun dein Volk. Das Einhorn hat dich in seiner Herde willkommen geheißen und ich bin mir sicher, du wirst ihm alle Ehre machen, ebenso, wie es unser Kind tun wird!“ Dann wende ich mich ab und trete in das erste Licht des Morgens hinaus, das mit der bereits zu erahnenden Wärme des Sommers durch die dichten Nebelschwaden dringt. Auf dem Platz vor der Burg stehen meine Soldaten bereit. Seltsamerweise habe ich den Eindruck, dass alle Umrisse – obgleich vom Nebel verhüllt – ungleich schärfer erscheinen als sie es sonst tun, als ob die Dinge zumindest in diesem Augenblick klar und eindeutig sind.
Ich lege die Hand auf den Griff des Katanas an meinem Gürtel, es ist das meines Vaters, das prächtige Schwert meiner Ahnen, darunter trage ich mein eigenes Schwert – Ich nehme das Erbe meines Vaters an, doch ich bin nicht mein Vater, ich werde mein eigenes Wesen behalten, meine Sturheit und meine Meinung. Einige Worte gehen mir durch den Kopf, die mein Vater zu mir gesprochen hat, vor noch gar nicht allzu langer Zeit:

„Dies hier, ist 'U~indosutōmu'. Sturmwind. Es wurde von Vater zu Sohn weitergereicht seit unserer Ankunft aus der Wüste. Der Vater meines Vaters gab es meinem Vater, dieser gab es mir. In diesem Schwert stecken die Ahnen all derer, die es einst trugen. Auch mein Geist wird sich einst, wenn mein Ende kommt hinzu gesellen. Dann, Sohn wirst du es tragen. Als mein direkter Erbe. Das Schwert und alle Ländereien der Shinjo. Und irgendwann...wirst du Khan sein.“

Vielleicht, vielleicht sogar das. Ich werde vieles entscheiden müssen, doch ja, vielleicht steht mir sogar dieser Weg offen. Ich schreite die Treppenstufen hinab und gehe mit ernster und strenger Mine auf meine Männer zu, nehme die Zügel Akemis von einem Diener entgegen und schwinge mich auf den Sattel. In diesem Moment – einem stummen aber eindeutigen Befehl folgend - tun es mir alle Männer gleich. Mit lauter Stimme setzte ich zu sprechen an:

„Samurai! Blickt auf die Steppe! Dies sind euer Land und euer Heim! Blickt auf diese Häuser und denkt an die Dörfer in der Ferne: Dort wohnen die Menschen, die zu beschützen mehr als nur eure Pflicht ist - Es ist eure heilige Aufgabe! Von Osten naht die Krabbe heran, die sich mit dem übelsten unserer Feinde verbündet hat und die nun gegen uns zieht, gegen dieses Land, gegen eure Familien – Sie marschieren und der Hass den die Verderbnis in ihre Köpfen gepflanzt hat, wird nichts zurücklassen, als Tot und Unheil. Dort wo das Haus eurer Eltern steht, wird eine Ruine bleiben und das Gras auf dem ihr als Kinder reiten lerntet wird eine Wüste kalter Asche sein - So wird es sein Brüder und Schwestern, wenn wir sie nicht zurückschlagen!

Doch niemandem von uns kann es einfallen zu verzagen: Seht die Sonne, sie heißt uns willkommen, sie verheißt den Reitern des Einhorns einen baldigen und friedvollen Sommer!

Sie bezeugt uns einen sicheren Sieg und schenkt uns Gewissheit und Stärke! Ein jeder der sich je unseren Reitern in den Weg warf wurde unter den Hufen ihrer Pferde zermalmt und so wird es auch dieses Mal sein!

Reitet Brüdern und Schwestern meines Clans! Reitet für Ehre und Ruhm! Reitet für die Clans die mit uns sind und reitet für das Einhorn!“

Ich lasse Akemi steigen: Der weiße Hengst bäumt sich auf, bevor er sich in Bewegung setzt, die Jubelschreie meiner Männer im Rücken, reite ich voran in Richtung Shiro Iuchi.

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Fr 15 Nov 2013, 20:09

Weniger Nobel ist die Reise der Krieger nach Shiro Iuchi. Schwere Regenfälle behindern die Geschwindigkeit und bei Ankunft droht ein schwerer Sturm aufzuziehen. Die Samurai sind gezwungen Schutz für drei Tage in der Burg zu suchen. Nach dem Sturm sammeln sich die Truppen am Fuß des Passen, um diesen dann nach Süden zu überqueren. Der darauffolgende Tag  ist zumindest weniger Nass und stürmisch. In der Nacht jedoch, werden die lagernden von einem lauten Beben geweckt. Die Erde erzittert, die Pferde bäumen auf. Das ganze Lager ist auf den Beinen. Aus dem Gebirge nördlich, bricht eine riesige Schlammwelle herunter, doch die Truppe ist weit genug davon entfernt um nicht betroffen zu sein. Einige Zeit dauert das Erdbeben an, dann beruhigt es sich wieder. Wolken verdecken den Sternenhimmel.

Als Njans Männer kurz vor dem Fluß ankommen, den sie in das Land der Skorpione überqueren sollen, kommen ihnen schon die ersten Flüchtlinge entgegen. Von der Krabbe vertrieben wurde niemand der nicht fliehen konnte verschont. Die Verstärkung muss inzwischen den Pass erreicht haben. Die Schlacht hat bereits begonnen.

Doch während die Truppen die Brücke überqueren und sich am anderen Ende sammeln, reiten einige Samurai aus Süden heran. Toja informiert Njan darüber, dass es Samurai des Hasen-Clans sind und dass sie scheinbar ein Gespräch mit den Truppen suchen. Njan lässt die Männer heran und nach kurzem Austausch von Höflichkeiten rücken sie auch schon heraus.

„Bitte verzeiht unsere Eile, Gunso Shinjo Njan-san, aber wir benötigen dringend eure Hilfe! Truppen der Schattenlande haben eine unserer Burgen umstellt und wir sind in der Unterzahl! Wir benötigen sofort Unterstützung oder die Burg wird fallen!“

„Schattenlandkreaturen? Wo kamen die her?“

„Gestern Nacht sind sie aufgetaucht! Mir scheint es sind Untote! Mehrere hundert von ihnen. Sie haben die Menschen im Dorf niedergemacht und als Truppen wieder auferstehen lassen! Wir benötigen dringend Hilfe!“

Spoiler:
Du hast etwa 150 Mann bei dir! Alles leichte Reiterei mit Bögen und Speer. Dazu etwa 5 berittene Shugenja. Etwa 100 Mann werden von berittenen Ashigaru gestellt.

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Fr 15 Nov 2013, 20:31

„Hai, in Ordnung. Wir werden euch nicht im Stich lassen. Führt uns zu eurem Schloss.“ Ich gebe Befehl, den Männern zu folgen und schicke einen von ihnen mit einem meiner Leute als Späher voraus, die sich vorab ein Bild von der Lage machen sollen. Außerdem befehle ich den Soldaten äußerste Wachsamkeit. Auch ich beäuge die Samurai des Hasenclans argwöhnisch – Zwar gelten sie als integre Kämpfer gegen unheilige Umtriebe, aber in diesen Tagen kann man sich nie sicher sein. Unweit des Schlosses habe ich vor ein behelfsmäßiges Lager aufzuschlagen und die Truppen in Angriffsbereitschaft zu versetzen.

Ich rufe meine Offiziere und Shugenja zu mir, während wir noch reiten: „Sollten es Untote sein, wie ich sie kenne, so dürfte es von Vorteil sein, dass sie leicht verwundbar und von langsamer Reaktion sind. Wenn wir es schaffen sie von der Festung wegzulocken, können wir sie mit einem Pfeilregen schwächen – töten aber wohl kaum. Ich denke nicht, dass sie durch Pfeile sehr verwundet werden. Wenn sie aber erst auf freiem Feld sind, dürften wir sie niedermähen können.“ Ich wende mich an die Shugenja: „Welche Möglichkeiten habt ihr solche Gegner zu bekämpfen? – Wenn wir sie schwächen oder ganz erledigen könnten, ohne dabei die Männer direkt zu gefährden, wäre dies von großem Vorteil. Eine Verwundung durch eine solche Kreatur, mag viele, die sich nicht tötet krank machen.“

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Mo 25 Nov 2013, 17:14

Die Horde reitet angeführt von den Samurai des Hasenclans zum Schloß - was einen Großteil des Tages kostet. Am Himmel ziehen dunkle Regenwolken wieder auf, die hohen Gräser flüstern die Vorboten eines stakren Windes und am Horizont erhebt sich die undurchdringliche grüne Weite des Shinomen, dem größten Wald Rokugans.

Am Abend bei Nachteinbruch, erreichen die Reiter die Ausläufer des Waldes und das Steppengelände wandelt sich langsam steinigen Grasb- und Waldboden. Auf einem Hügel, etwa 3 Meilen von der Burg entfernt, machen sie halt. Die Samurai des Hasenclans reiten den Hügel mit Njan und seinen Offizieren hinauf.

Der Anblick ist ernüchternd. Vor der felsigen Burg die sich an den Waldrand schmiegt, liegt ein größeres Dorf, das aber zu größten Teilen verlassen und zerstört ist. Vor dem Dorf selber erstreckt sich nicht wirklich ein Lager, sondern viel mehr eine Kampfbereite Armee die mehr oder weniger in Reih und Glied steht. Nur eine handvoll Zelte ist zu erspähen und diese scheinen selbst kaum mehr als zusammengenähte und schlecht befesstigte Stofffetzen zu bestehen.

Im Halbkreis stehen schlecht geschätzt etwa 400 Gestalten um die Burg herum, weitere kleinere Gruppen scheinen sich im Wald zu befinden, geraten wahrscheinlich 100 - 200 Mann. Die Burg ist nach allen Seiten eingekreist und brennende Pfeile sirren durch die Luft. Die Belagerer versuchen die Verteidigung zu zermürben und zu demoralisieren.

"Herr," meldet sich ein Shugenja zu Wort, "das sind mehr Krieger als wir haben. Einen direkten Angriff sollten wir nicht in Erwägung ziehen."

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Mo 25 Nov 2013, 18:16

Spoiler:
Da sollteste nochmal drüber lesen Wink – Ich ignorier jetzt mal, dass mir meine Shugenja zuvor nicht geantwortet haben.

Ich wende mich mit in Falten gelegter Stirn an den Shugenja: „Könnt ihr mir einen Überblick über die Unterstützung geben, die uns von eurer Seite zu Teil werden kann? Verzeiht meine lapidaren Worte aber: Feuerbälle, Windhosen oder Erdspalten – Etwas in dieser Art, das sie aufreiben oder versprengen könnte?“

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Mo 20 Jan 2014, 17:22

Der Shugenja neben Njan schüttelt etwas nervös den Kopf.

"Herr, wir sind Hauptsächlich in der Kunst der Heilung ausgebildet. Einige von uns besitzen offensive Möglichkeiten (Wasser und Erde gegen den Feind schleudern), allerdings sind wir besser darin euch passiv zu Unterstüzen. Mit den Gebeten des Wassers können wir für kurze Zeit die Geschwindigkeit einiger Männer gewährleisten oder die Rüstung verstärken. Mein Freund Paneki hier und ich, sind zudem im Kampf gegen die Schattenlandverderbnis geschult und könnten die Verderbnis zurückhalten oder eine verdorbene Kreatur attackieren - allerdings nicht mehr als zwei Mal pro Mann an einem Tag! Zuletzt könnten wir noch die Kami der Erde bitten den Männern den Mut gegen die grässlichen Kreaturen zu geben, auf das sie nicht verzagen."

Er verbeugt sich auf seinem Pferd so gut es geht: "Mein Herr, wie sollen wir euch am Besten Dienen?"

Spoiler:
Nachdem ich endlich dazu gekommen bin das zu lesen:

Du hast 5 Shugenja, davon 2 mit Meisterrang 5.

- Offensive Angriffe: Erde 2 oder Wasser 3: Erd/Wassergeschosse mit etwa 3k3 für die betroffenen. Erde 1: Jade-Strike gegen Tainted Creatures.

- Passive Hilfe: Wasser 4: Schnelligkeit/Ini für 5 Runden erhöht.
Erde 1: Courage der Männer gegen Fear erhöht (Untote haben Fearwert!).
Erde 2: Rüstung TN +

- Nach der Schlacht: Wasser 3: Wunden heilen. Erde 3: Wurf gegen Taintbefall erhöht.

Sonstige individuelle Zauber behalte ich mir soweit vor. Shugenja können so oft am Tag einen Zauber eines bestimmten Elements wirken wie ihr Ring in dem jeweiligen Element ist. Also Wasser 3: 3 Wasserzauber pro Tag. Evtl. noch Void Hilfe.

Das Terrain: Das Feld auf dem gekämpft wird ist teilweise sumpfige Steppe, teilweise steiniger Boden. Zuletzt ist noch der Wald, aus dem weitere Feinde dringen könnten und natürlich sehr schlecht für Kampf zu Pferd. 
Mehrere Hügel (nur wenig bebaut) umschließen die Stadt vor der Burg. Du kannst einen Vorteil erringen indem du bergab angreifst. Im Dorf selber können die Straßen und Gebäude helfen den Feind in engere Formation zu zwingen - aber das gilt auch für die Einhörner!


Der Feind: Die Untoten haben Fear 3 und könnten damit den einfachen Ashigaru wie auch Samurai verzweifeln lassen. Gewürfelt wird kurz vor aufeinanderprallen und bei Wechsel des Kampfglücks. Es können sich auch untote Samurai unter den Zombies befinden und diese sind nicht langsam und wesentlich gefährlicher. Diese Führen wahrscheinlich die Untoten an. Es könnten sich auch untote Shugenja unter den Zombies befinden!

Verstärkung: In der Burg befinden sich etwa 200 Mann. Du hast 150. Direkten Kontakt kannst du noch nicht mit den Belagerten aufnehmen, ausser du kannst irgendwie einen Boten einschleusen.

Das Wetter: Ein Sturm zieht wieder auf. Das Wasser und der Wind machen zumindest Brände schwierig. Der Wind kommt von Nordost, also aus eurem Rücken und erleichtert euch den Angriff. 
Ein Angriff bei Nacht KÖNNTE vielleicht euer Vorrücken lange genug verschleiern dass ihr die Angreifer überrascht. Allerdings bewegen sich Untote im Dunkeln besser und der Fear-Effekt ist höher!

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Di 21 Jan 2014, 23:30

Ich blicke mit zusammengezogenen Augen auf die Burg hinunter und das Dorf hinunter und schüttle leicht den Kopf uns spreche mit gesenkter Stimme zu meinen umstehenden Offizieren: „Das ist keine gute Lage. Gesetzt wird bekommen Verstärkung aus dem Schloss sind wir vielleicht 350 Mann, damit sind sie uns im übelsten Fall noch immer um 300 Männer überlegen - Im Besten um 150. Das Dorf und der Wald sind schlechtes Terrain. Auch denke ich nicht, dass Pfeile diese Dinger sehr verletzten. Ganz zu schweigen von den Verletzungen, die meine Männer davon tragen könnten.
Die Chance die ich sehe, ist das wir mit Flammenpfeilen das Dorf in Brand stecken um sie zu zerstreuen, aber das Wetter behagt mir nicht – Der Regen wird kommen und alles auslöschen. Wir könnten auch einige Stoßtrupps vorschicken und versuchen sie zu zerstreuen. In jedem Fall ist es sehr riskant und kaum erfolgversprechend. Was meint ihr dazu?“ Fragend blicke ich meine Offiziere an.

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Sa 25 Jan 2014, 15:12

Die Shugenja nicken zustimmend. "Ihr habt Recht, Herr. Das Risiko ist zu groß und ma braucht unsere Fähigkeiten dringender an der Front!"

Auch Njans Leibwächter Shinjo Katsu schließt sich dieser Meinung an.

Zuletzt blickt Njan Toja ins Gesicht und weiß ihre antwort, bevor sie sie spricht.
"Iye, Njan-sama. Wir können Verbündete gegen die Schattenlande nicht so schändlich in Stich lassen. Diese Männer bitten um unsere Hilfe gegen die Mächte der Finsternis. Wir können dies nicht ablehnen!"

"Wir dienen in erster Linie unserem Clan, Shinjo Toja-san." spricht Iuchi Ilhan, der Shugenjaanführer. "Und wir haben den Befehl UNSERE Truppen in der Schlacht bei zu stehen, nicht denen anderer."

"Das mag sein," antwortet Toja zwischen zusammengebissenen Zähnen, "aber die Schattenlande sind ein Problem das uns alle angeht. Halten wir diese Truppen nicht hier auf, könnten sie bis zu uns vorstoßen oder die Lande des Skorpions verwüsten, so wie es die Truppen der Krabbe tun. Vielleicht sind es sogar Verstärkungstruppen des Feindes! Es wäre ehrlos sich jetzt vor einem Kampf zu drücken."

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am So 26 Jan 2014, 23:00

Ich schließe die Augen und atme tief ein, ich fühle mich in dieser Situation ungewohnt…alt und mir in diesem Moment bewusst woher die frühen grauen Strähnen im Haar meines Vaters kamen. Ein Kampf könnte unser aller Tod bedeuten oder – sollte er siegreich sein – zumindest eine derart starke Dezimierung meiner Leute, die ich vor meinem Befehlshaber nicht verantworten könnte. Wenn wir gehen werden diese Ungetüme aber mit Sicherheit das restliche Land verwüsten und alle Männer in dieser Burg töten und ja…wir würden unsere Verbündeten im Stich lassen. Doch was nützt unser Tod hier? Könnten wir an der Front nicht mehr bewirken? Es ist ein bitteres Schicksal, das diese Situation heraufbeschworen hat.
 
Ich öffne die Augen wieder: „Wir werden versuchen euch zu helfen, denn auch ihr habt diesen Schwur dereinst geleistet und der Clan des Hasen hat stets unverdrossen und treu gegen die Dunkelheit gekämpft.
Aber ich werde meine Männer nicht sogleich in die offene Schlacht führen, dies ist kein Weg. Da es lediglich Untote sind und diese Wesen in der Regel wie Gras fallen, können wir eine Übermacht von hundert Mann wohl bewältigen.
Wir müssen versuchen ihre Anführer ausfindig zu machen und diese zu töten. Sollte uns dies gelingen, sind sie orientierungslos.
Wir müssen sie zerstreuen und dann über sie herfallen und wir brauchen die Unterstützung eurer Männer in der Burg – Das heißt jemand muss ihnen Signal zum Angriff geben.
Auch sollten wir trotz allem Bogenschützen einsetzen, sollten diese sie auch nicht töten, so werden sie sie jedoch destabilisieren. Unsere Stärke ist unsere Mobilität und Schnelligkeit.
 
Meine Freunde des Phönixes: Ihr werdet solange nicht in den Kampf eingreifen, wie dies nicht unbedingt nötig ist, sondern alles tun um uns zu unterstützen und meine Männer zu stärken, ich werde dies koordinieren.“

Ich blicke alle mit ernstem Blick an: „Dies sind meine Befehle. Versetzt die Männer in Gefechtsbereitschaft. Und gebt eure Vorschläge wie diese umzusetzen sind.“

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am So 02 März 2014, 08:22

Die Offiziere verteilen sich, die Männer machen sich bereit. Der Wind weht stärker und die Einhörner beziehen Stellung. Die Dunkelheit verdeckt ihr Vorrücken gut und schon bald haben sich die Reiter der hinteren Flanke genähert. Den hinteren Bereich der feindlichen Truppenlinie bilden verderbte Samurai und einige wenige einfache Untote. Ein Vorstoß könnte sie überraschen und mehrere Kreaturen vernichtet werden, bevor sie sich anständig zur wehr setzen könnten. Rechtzeitiges Loslösen wäre aber wichtig!

"Herr, was sind eure Befehle? Pfeilregen oder Sturmangriff?"

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am So 02 März 2014, 16:04

„Wir stoßen vor und lösen uns sobald sich ihre Überraschung gelegt hat. Dann lassen wir es regnen. – Lasst die Shugenja aber zuvor ihr Werk tun.“
Ich wende mich an die Letzteren. „Schenkt ihnen Mut und seht zu was ihr tun könnt um sie zu stärken. – Vorwärts die Götter sind auf unserer Seite.“
 
…Ich hoffe ich habe mit den letzten Worten Recht. Ich werde dieses Mal nicht reiten können. Es  wäre fatal, wenn die Soldaten, durch einen Zufall führerlos werden würden.

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Sa 29 März 2014, 15:33

Der Donner begleitet das getrappel der Hufe und lässt die Reiter im Schatten des aufziehenden Sturms und der verhangenen Nacht die Feinde bald erreichen.

Kaum da sie den letzten Hügel überwunden haben, ertönen schon einzelne Schreie zwischen den Kreaturen, während der Pfeilangriff auf die Burg nicht abnehmen will. Aus dem Trab den Hügel hinab wird ein immer schnellerer Gallop. Zwischen den Reihen der Männer leuchten die Kami des Schutzes von den Schugenja auf, die Männer werden noch schneller und vielleicht 50 Meter vor der feindlichen Linie gehen sie in den Sturmangriff über.
Nun tut es die Erde dem Himmel gleich und ein lautes Grummeln schwillt zu einem bedrohlichen Donner an. In die Feindliche Reihen kommt Bewegung und die ersten Mosnter drehen sich um, doch díe Überraschung ist perfekt.

Wie ein Lawiene die an Geschwindigkeit gewinnt, schwillt nun auch der gemeinsame Kampfschrei langsam zu einem einschüchternden Crescendo an, welches seinen Höhepunkt während des Aufpralls der berittenen Truppen auf die überrumpelte Infanterie erreicht.

Wie ein heißes Messer durch Butter, schneiden die Samurai des Einhorns durch die Untoten, trampeln die verfluchten Kreaturen in den Boden oder fällen sie mit ihren Katanas und Yari. "SHINJO!" brüllen die Männer und Frauen stolz, bevor sie überhaupt merken gegen was sie da eigentlich kämpfen.

Kampf:
Bitte einen Schlachtwurf für dich, nach der Tabelle im Rulebook, Seite 240 Grundregelwerk, deine Position berücksichtigend (und bitte genau angebend für den Wurf.
Der Fearwurf für die erste Runde entfällt wegen eures Überraschungsangriff. Ein Wurf repräsentiert etwa 5 Minuten Kampf in diesem Fall.

Um deine Männer erfolgreich wieder von den Kreaturen zu lösen, musst du (nachdem du entschieden hast, wie viele Runden du kämpfen möchtest!) einen erfolgreichen Wurf auf Kriegskunst(Schlacht)/Intuition schaffen gegen 15.

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am So 30 März 2014, 18:12

Schlachtverlauf  Teil 1:

I. Runde – Voller Sturmangriff;
Stand der Schlacht: Gewinnend;
Position: Reserve;
Schlachtentabelle: 8 – Keine Verwundung da Überraschung, keine Heldenhafte Gelegenheit;
Insgesamt: 0 Schaden;
 
II. Runde – Voller Sturmangriff;
Wurf gegen feindlichen General: 45 (feindlicher General: 13) – Herausragender Erfolg;
Stand der Schlacht: Gewinnend;
Position: Reserve;
Schlachtentabelle:  8 – Keine Verwundung da Überraschung, keine Heldenhafte Gelegenheit;
Insgesamt: 0 Schaden;
 
III. Runde – Voller Sturmangriff;
Wurf gegen feindlichen General: 12 (feindlicher General: 12)
Stand der Schlacht: Patt;
Position: Reserve;
Schlachtentabelle:  8 – 1 Schaden (6 - 5Reduktion), keine Heldenhafte Gelegenheit;
Insgesamt: 1 Schaden;
 
Wurf zum Lösen vom Feind – Gefecht (3W10) + Intuition (3W10) + 1 Leere (1k1): 31 – Lösen erfolgreich.
 
 
 
Mit tosender Wucht brechen meine Samurai in die Reihen des Feindes, während ich die hinteren Reihen abreite um den Überblick zu behalten. Ich brülle ich meine Befehle und dirigiere die nachkommenden Truppen an jede Stelle, an der es beginnt für meine Leute schlecht auszusehen. Ermutigt von  ihrem überwältigenden Erfolg und ohne sich von den grauenhaften Kreaturen abschrecken lassen, metzeln die Reiter die Untoten einen nach dem anderen nieder, doch je mehr der Sturm gebremst wird und sich in Einzelkämpfe auflöst, desto unübersichtlicher wird das Schlachtgetümmel. Obgleich sich die Untoten mit geringem Geschick schlagen, entschließe ich mich zum Rückzug. In diesem Moment öffnen sich die Tore der Hasenburg. Unsere Verbündeten nutzen die Chance um den Feind endlich anzugreifen, doch eingekeilt, wie sie sind, werden sie nicht lange aushalten können.
 
„RÜCKZUG. NEU FORMIEREN!“ – Fast gehen meine Worte im Grollen des Donners unter, der aus den dunklen Wolken herabrollt. Die Samurai lösen sich erfolgreich vom Feind, an manchen Stellen leider panischer, als ich es mir wünschen würde: Sie haben realisiert, gegen was sie da kämpfen. Ein Pfeil prallt an meiner Rüstung ab und hinterlässt eine Delle, die ich kaum bemerke.
 
An der linken Flanke gibt es Bewegung. Statt sich auf meine Leute und die Hasen zuzubewegen, löst sich die Formation des Feindes plötzlich auf und verteilt sich teilweise über die Heide, offensichtlich von irgendwas schwer abgelenkt. Ein seltsames Pfeifen erfüllt die Luft und hohe Quietschgeräusche hallen aus vielen Richtungen der linken Flanke.  Was soll das bedeuten? Was auch immer es ist, ich hoffe es gereicht mir zum Vorteil…Ein schneller Gedanke huscht mir durch den Kopf. Kann es sein das…Gibt es in dieser Gegend…? Nein, keine Zeit für Vermutungen - zurück zum Schlachtgeschehen!
 
 
Schlachtverlauf  Teil 2:

Schlachtenboni für Generalswurf: 5 erhöhte Stellung  + 2 Bogenschützenbeschuss (Wind und Dunkelheit) + 3 für eingekeilter Feind - 3 für Fear/Nacht-Effekt - 2 durch Bogenbeschuss = 5
 
I. Runde - Bogenschützen
Wurf gegen feindlichen General: 24 (feindlicher General: 9)
Stand der Schlacht: Gewinnend;
Position: Reserve;
Schlachtentabelle:  8 –  0 Schaden (5- 5 Reduktion); keine Heldenhafte Gelegenheit;
Insgesamt: 1 Schaden;
 
II. Runde – 1 Schwadron Bogenschützen in Bewegung; 2 Schwadronen im Sturm auf rechte Flanke;
Wurf gegen feindlichen General: (-3k0 durch Furcht + 1 Leere)  27 (feindlicher General:13)
Stand der Schlacht: Gewinnend;
Position: Reserve;
Schlachtentabelle: 8 – 0 Schaden (4 – 5 Reduktion), keine Heldenhafte Gelegenheit;
Insgesamt: 1 Schaden;
 
 
Schlachtenboni für Generalswurf: 3 für eingekeilter Feind - 3 für  Nacht-Effekt = 0
 
III. Runde - 1 Schwadron Bogenschützen in Bewegung; 2 Schwadronen im Sturm auf rechte Flanke;
Wurf gegen feindlichen General: 14 (feindlicher General: 17)
Stand der Schlacht: Patt;
Position: Reserve;
Schlachtentabelle:  8 – 2 Schaden (7 – 5 Reduktion), keine Heldenhafte Gelegenheit;
Insgesamt: 3 Schaden;
 
IV. Runde - 1 Schwadron Bogenschützen in Bewegung; 2 Schwadronen im Sturm auf rechte Flanke;
Wurf gegen feindlichen General: 14 (feindlicher General: 17)
Stand der Schlacht: Patt;
Position: Reserve;
Schlachtentabelle:  8 – 4 Schaden (9– 5 Reduktion), keine Heldenhafte Gelegenheit;
Insgesamt: 7 Schaden;
 
 
Wurf zum Lösen der Nahkämpfer: 14 – Lösen nicht erfolgreich; Bote kann den Befehl nicht überbringen;
 
V. Runde - 1 Schwadron neue Nahkämpfer verstärkt die rechte Flanke; 2 Schwadronen im Nahkampf in der rechten Flanke;
Wurf gegen feindlichen General: 58 (feindlicher General: 13)
Stand der Schlacht: Gewinnend;
Position: Reserve;
Schlachtentabelle:  14 – Keine Verwundung, keine Heldenhafte Gelegenheit, 1 Ruhm;
Insgesamt: 7 Schaden;
 
 
 
„Bögen spannen – Feindliche Schützen unter Beschuss nehmen!“ Aus dem pechschwarzen Himmel prasselt Regen hernieder und durchnässt uns in kürzester Zeit bis auf die Haut.
Für die Hasensamurai, die ihre Burg inmitten des Zentrums der Schlacht verlassen haben, sieht es nicht gut aus:  Sie werden eingekeilt und heftig bedrängt, scheinen zu verlieren.
 
 
Meine Leute formieren sich auf dem Hügel neu, während sich die hintere Linie des Feindes ebenfalls neu aufstellt. Die feindlichen Bogenschützen nehmen eine Kastenformation ein. Eine Reihe Infanteristen – zum Glücke ohne Speere - versucht sich schützend vor die anderen Untoten zu stellen. Meine Schützen bilden eine lockere Formation und bleiben stets in Bewegung, so dass es für den Feind schwer ist sie zu treffen. Leider sind die Pfeile, wie ich erahnt habe, nicht von allzu großer Wirkung bei den wandelnden Leichnamen, doch es gelingt ihnen zumindest einige von den Beinen zu reißen und Unordnung zu schaffen.
 
Während die feindliche Bogenschützen unter meinem Pfeilhagel zurück zu schießen versuchen, formiert sich die rechte Flanke des Feindes neu. Die Infanterie zwischen uns und den Bogenschützen wird verstärkt. Der Rest der Flanke wendet sich dem Kampf gegen die Hasen zu. Von Seiten der Burg ertönt ein Sirren und der Himmel wird von brennenden Pfeilen erhellt, die aus der der Burg auf die rechte feindliche Flanke herabregnen. Der sturzbachartige Regen der bisher die Sicht erschwert hat, beginnt sich langsam zu legen. Einige verirrte Pfeile sirren immer wieder an mir vorbei hinterlassen jedoch – wenn sie treffen – kaum eine Delle in meiner Rüstung.
 
„Schwadron Eins und Schwadron Zwei – Sturmangriff rechte Flanke. Schwadron Drei haltet den Feind unter Beschuss.“
 
Zwei Drittel meiner Samurai legen die Bögen ab und rüsten sich zum erneuten Sturm, während der Rest weiter in Bewegung bleibt und den Feind beschießt. Zwar sind die Samurai sichtlich furchtsam in der Aussicht, dem abscheulichen Feind Auge in Auge gegenübertreten zu müssen, doch die offensichtliche Schutzlosigkeit des Feindes und der einigende Kampfschrei geben ihnen neuen Mut. Die Samurai des Feindes mögen zwar überlegen sein, allein aufgrund des schreckenerregenden Pesthauchs, den sie verströmen, aber meine Reiter sind agiler und schneller. Sie fallen dem Feind in die rechte Flanke - und damit voll in den Rücken der sich um die Hasen annehmenden Infanterie. Sie machen kurzen Prozess mit den verfluchten Samurai, doch es naht bereits Verstärkung von der zentralen Infanterie heran.
 
Auf der linken Flanke bricht plötzlich ein grüner Feuerball durch die Feinde. Ein Pfeilhagel geht auf die bereits heftig bedrängt Bogenschützen im Zentrum nieder. Zusätzlich zu den Feuerpfeilen aus der Burg, die jetzt die rechte Flanke wegen der Shinjo-Präsenz nicht mehr beschießen sind sie damit außer Gefecht und völlig nutzlos. Auch der General der Feinde in der Mitte muss sich somit dem Pfeilhagel ausgesetzt sehen. Der weitere Angriff meiner Samurai, die nun unweigerlich in den Nahkampf geraten, verläuft nicht so gut wie zuvor, aber auch nicht katastrophal. Meine Leute verlieren an Wucht und aus dem feindlichen Zentrum trifft rechtzeitig untote Infanterie ein um ein zusammenbrechen der Linie zu verhindern. Die Hasen haben es derweil geschafft mit einer ausgeklügelten Formation und der Hilfe einiger Shugenja ihre Position zu festigen und schlagen den Feind gekonnt zurück.
 
Die Linke Flanke bricht derweil vollends zusammen und kleine Kreaturen branden in das Zentrum der untoten Armee.  Bei den Angreifern handelt es sich eindeutig um Nezumi. Scheinbar erkennt auch der Hasengeneral dies, denn er stellt das Feuer auf das Zentrum ein. Fast muss ich lächeln, ich hatte recht in meiner Vermutung! Doch können wir diesen Wesen trauen, ich weiß kaum etwas über sie! Selbst wenn sie jetzt noch den Feind attackieren? Ich winke einen der Hasensamurai heran und frage - von der Aufregung der Schlacht etwas rau: „Nezumi! Steht ihr mit ihnen im Bunde? Kennt ihr sie?“ – Er nickt: „Sie siedeln in den Hügeln und Steppen zwischen uns und den Krabben. Wir hatten bisher selten Probleme mit ihnen, aber sie hassen die Schattenlande genauso wie wir!“ – „Gut! Die Ahnen lächeln auf uns herab!“ Ein letzter verirrter Pfeil trifft mich schmerzhaft gegen die Brustplatte. Die Rüstung beginnt nach diesem dritten Treffer langsam unangenehm zu werden, aber behindert noch kaum.
 
Der Wald liegt wie zuvor düster und unübersichtlich da: „Schwadron drei, Feuer einstellen, an die Speere - Rechte Flanke verstärken! Schwadron eins und zwei vom Feind lösen – Neu formieren!“  Mein Befehl zum Lösen kann nicht erfolgreich überbracht werden und meine Männer bleiben im Nahkampf. Doch trotz dieses Fehlschlags, obwohl meine Befehle im Eifer des Gefechts untergehen, bricht die Linie des Feindes endgültig zusammen. Der Sturmangriff der Nezumi auf das Zentrum und die Bedrängnis der Feindlinien von der rechten Flanke, hat dazu geführt das die Hasen endlich die benötigte Luft bekommen um einen Ausfall zu wagen. Die Feinde auf der rechten Flanke werden eingekeilt und innerhalb kürzester Zeit aufgerieben, das Zentrum verstreut sich unter dem heftigen Angriff der Nezumi.
 
Der feindliche General bläst zum Rückzug, ist jedoch selbst im Zentrum gefangen und wagt nun mit seinen Männern einen Ausfall auf meinen Hügel zu, da alle anderen Wege versperrt sind. Doch eine weitere, ermutigte Reiterhorde steht zwischen ihm und der erfolgreichen Flucht.
 
 
Schlachtverlauf  Teil 3:

Schlachtenboni für Generalswurf: 5 für erhöhte Position + 3 für eingekeilter Feind - 3 für  Nacht-Effekt  = 0
 
I. Runde – Heerführer mit 1 Schwadron Reiter gegen feindlichen Heerführer;
Wurf gegen feindlichen General: 35 (feindlicher General: 16)
Stand der Schlacht: Gewinnend;
Position: Stark beteiligt;
Schlachtentabelle:  11 – 12 Schaden (17 -5 Reduktion),  Heldenhafte Gelegenheit (!), 0 Ruhm;
Insgesamt: 19 Schaden;
 
 
Heldenhafte Gelegenheit: Freies Schussfeld auf General – Wurf auf Kyujutsu
 
(7W4 + 3W0 durch Reiten =) 10W4: 46 -3 durch Angekratzt + 3 durch gutes Zaumzeug= 46; Umgehender tot des Generals;
 
Ruhm: 6 für erfolgreiche heldenhafte Gelegenheit + 6 für siegreiche Schlacht  + 1 Ruhm für Runde V aus Teil 2 der Schlacht  (Tabelle) = 13 Ruhm;
 
Ehre: 5 für Kampf gegen überlegenen Gegner + 6 für Schützen der Interessen des Clans trotz Übermacht – 2 für das Missachten eines Befehls meines Herren = 9 Ehre;
 
 
Ich reite an die Spitze des zurückgebliebenen Schwadrons.  „SAMURAI – Fällt die Hunde!“ Ich reiße das glänzende Katana meines Vaters aus der Scheide und lasse Akemi steigen. „Lasst keinen auf den Beinen! Folgt mir!“ Ich presche den Männern voran, auf den Trupp des Generals zu, der sich mittlerweile seinen Weg durch die Reihen der Verbündeten gebahnt hat. Mit ungeheurer Wucht prallen wir aufeinander. Der Hieb eines feindlichen  Katanas hinterlässt einen flachen Schnitt auf meinem linken Bein, ein anderer streift  meinen linken Arm, doch der Eifer der Schlacht lässt mich den Schmerz vergessen. Endlich – zum krönenden Abschluss meines Ruhms – höre ich das Toben des Kampfes um mich her. Doch keine Angst, keine Nervosität steigt mehr in mir auf, alles scheint klar und geordnet, läuft fast langsam und überschaubar ab. Auf einmal sehe ich es, die Lücke, die sich zwischen den Kämpfenden aufzutun beginnt und den Blick auf den feindlichen Heerführer freigibt. Mit einem eher beiläufigen Hieb trenne ich einem der heranstürmenden Feinde den Kopf von den Schultern, stecke das Katana weg und nehme meinen Bogen von der Schulter. Mit geübter Hand spanne ich die Sehne und lege einen schweren Pfeil auf das Monstrum an, das die Kreaturen angeführt hat. Zischend verlässt er die Sehne und wirft bei seinem Aufprall den feindlichen Heerführer zu Boden – er rührt sich nicht mehr. Für einen Moment scheint alles stillzustehen, doch auf einmal brandet ein erneuter jubelnder Kriegsschrei aus den Kehlen meiner Samurai auf. Die Untoten versuchen – nun führungslos – panisch zu fliehen und werden gnadenlos niedergemäht. Diejenigen, denen meine Kavallerie nicht Herr wird, werden von den Nezumi zur Strecke gebracht, die sich nicht schlechter schlagen als wahrhaftige Samurai.
 
Schließlich ist die Schlacht gewonnen und der Klang der Kämpfe wird leiser. Was bleibt ist das Stöhnen und Schreien der Verwundeten, der Klang einer jeden Schlacht ob siegreich oder verloren. Doch wir waren siegreich und ich bin guter Dinge, was die Verluste anbelangt. Ich weise meine Leute – allen voran die Shugenja – an sich um die Verwundeten zu kümmern, besonders um diejenigen, die mit der Verderbnis in Kontakt getreten sein könnten. Schließlich, nachdem ich einige Schlucke getrunken meine Wunden versorgt und das Blut von meiner Rüstung und aus meinem Gesicht gewischt habe, reite ich hinunter zur Burg der Hasen. Dort dürften die Heerführer meiner Verbündeten auf mich warten, besonders auf einen der beiden, bin ich mehr als gespannt…

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Duncan am Sa 12 Apr 2014, 05:34

Die Nacht beginnt endlich das bereits heftig die Luft schwängernde Nass auf das Feld des Schreckens zu gießen. Auf dem Feld werden von einzelnen Kriegern aus der Burg nun Lampen entzündet, während sich an den Flanken eine neue Schlachtreihe bildet. Die Hasen formieren sich um eine Abwehrformation zu bilden, die gegen den Wald, aber auch gegen die offene Heide in Richtung der Nezumi gedacht ist.

Auch Njans Truppen beginnen nun Lichter zu entzünden, soweit dies im Regenschauer der Nacht überhaupt möglich ist. Die Offiziere lassen ebenfalls neu formieren, während einzeln abgestellte Männer mit Lampen über das Schlachtfeld reiten und nach verwundeten und überlebenden suchen, oder die letzten sich windenden Kreaturen endgültig zurück nach Jigoku befördern.

Aus der Heide sind nun kleine Lichter wahrnehmbar, offenbar wollen die Nezumi dass ihre Präsenz wahrgenommen wird. Njan macht sich auf mit seiner Delegation aus Shugenja, Leibwächter und Hasenclan-Samurai vor die Tore zu reiten. Zwar treten die Hasen-Leibwächter des Generals misstrauisch mit Speeren zwischen die Neuankömmlinge und ihren Anführer, doch werden sie nach absteigen schnell durchgewinkt. Unter dem zerrütteten Dach das wohl einmal eine Futterstelle für Pferde von durchreisenden hätte sein sollen, sitzt ein älterer Bushi mit weißen, zu einem klassischen Knoten zusammen gebundenen Haaren und lässt seine Wunden versorgen.


„Mein Herr,“ eröffnet ihm einer der Wächter, „die Krieger des Einhorns wünschen euch zu sprechen.“ Und bevor er weitersprechen kann, schaltet sich auch schon der Hasensamurai ein, der sich in der Stunde höchster Not an Njan wandte:
„Mein Daimyo, Usagi Haru! Bitte lasst mich euch Chui Shinjo Njan-sama vorstellen. Der Mann der uns trotz abweichender Befehle und der Wahrscheinlichkeit einer Niederlage durch eine Überzahl an Feinden beiseite stand. Ohne ihn, wären wir in diesen Zeiten der Clankriege wohl von den Kreaturen übermannt worden.“

Der Hase hat sich bei seinen Worten tief vor seinen Daimyo gekniet. Erst jetzt merkt Njan, dass dieser eine Speerspitze durch den Schenkel stecken hat und dennoch keine Miene verzieht. Die umstehenden Lampen spenden nur bedingt Licht.

„Willkommen, ehrenwerter Chui Shinjo Njan-san.“ Und deutet eine Verbeugung an. „Bitte entschuldigt, dass ich nicht in der Lage bin einen Waffenbruder in einer solchen Situation stehend zu empfangen, wie es ihm gebührt, aber eine kleine Unpässlichkeit lässt dies nicht zu. Ich hoffe ihr versteht. Bitte, setzt euch. Seid herzlich willkommen.“

Der alte Hase deutet auf einen Platz vor sich, an dem rasch ein kleiner Stuhl aufgestellt wird. Er sieht selbst im Licht der gelb-roten Laternen sehr blass aus.
„Herr,“ sagt einer der Shugenja, „ich muss die Spitze nun herausziehen, ansonsten könntet ihr der Verderbnis zu sehr ausgesetzt werden.“
Unwillig nickt der alte und wendet sich an Njan. „Bitte entschuldigt kurz.“

Seine Männer greifen gleichzeitig nach den Schultern des Mannes, nicht um ihn festzunageln, sondern ihn zu stabilisieren, während dieser zugleich ein Stück Leder in den Mund nimmt. Mit schnellen und fließenden Bewegungen, zieht der Shugenja den Schaft aus der Wunde. Blut ergießt sich auf den Boden, doch außer einem kurzen Seufzer ist dem General kaum etwas anzumerken. Schnell werden mit Schalen voll Wasser die Wunden gereinigt und die Shugenja sprechen Gebete die die Wunden schließen. Während Njan warten muss, wird er selbst von einem Leibshugenja der Iuchi untersucht.

Zeitgleich erscheint ein junger Mann mit Pfeilen und Bogen auf dem Rücken, sowie einem Stirnband um seinen Kopf. Er berichtet, dass die Nezumi sich nun zurück ziehen, trotz der Vermutung der Späher, dass sich noch weitere Schattenlandkreaturen in der Nähe befinden.
„Sie scheinen sehr nervös Herr. Irgendetwas beunruhigt sie.“
„Sehr wohl. Sendet ihnen meinen Dank für ihr eingreifen. Und versprecht dass sie für ihre Hilfe entlohnt werden.“
„Hai, mein Herr.“ Der Späher verschwindet wieder.

Endlich wendet sich der alte Mann nun wieder Njan zu.
„Nun, bitte erzählt mir, Shinjo Njan-san. Was verschlägt eure Männer in diese Gegend? Seid ihr auf dem Weg nach Beiden?“

What's next?:
Wir können das Gespräch auch gerne in Skype weiterspinnen. Leider bin ich heute (Samstag) wohl bis spät unterwegs, also vielleicht morgen? Könnte aber auch erst Montag was werden. Du kannst aber auch gerne einfach schonmal was in den Raum werfen. Ihr werdet wahrscheinlich häufiger von Spähern und Samurai unterbrochen, die Nachrichten bringen über Verluste, Neuigkeiten vom Wald usw....

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Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

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Re: Der Frühling 1127 (Teil 2)

Beitrag von Elias am Sa 12 Apr 2014, 14:30

Gespräch:
Alter Hase, höhöhö. Jo, morgen dürfte ich on sein.
 
Geduldig verharre ich und bewundere den älteren Samurai im Stillen – zwar erdulde auch ich die Versorgung meiner Verletzungen gelassen, aber wenn man ehrlich sein soll, ist dies auch kein großes Kunststück. Es dauert mich fast ein wenig, dass keiner der Nezumi anwesend ist. Ein Gespräch dieser Art, wäre sicherlich interessant gewesen. Auf die Frage meines Gegenübers nicke ich leicht: „Hai. Ich wurde ausgesandt um dem hochverehrten Champion meines Clans, Shinjo Yasamura-sama an der Front zu unterstützen und ihm gegen die korrumpierten Truppen der Krabbe beizustehen und ich werde zusehen müssen, diesen Weg baldest möglich fortzusetzen.“ Ich blicke zum Himmel, in den strömenden Regen, hinauf: „Auch wenn es das Wetter allem Anschein nach nicht gut mit uns meint. Wenn es so weiter geht, müssen wir den Rest des Weges schwimmen.“

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